In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist der Prozess gegen sechs französische Staatsangehörige eröffnet worden, die als mutmaßliche Mitglieder oder Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gelten. Die Angeklagten waren Teil einer größeren Gruppe französischer Staatsbürger, die im vergangenen Jahr aus Syrien in den Irak überstellt worden war.
Insgesamt wurden damals 47 Franzosen von Syrien in den Irak gebracht. Dort befanden sich bereits zahlreiche weitere Menschen, die im Verdacht stehen, dem IS anzugehören. Die nun in Bagdad verhandelten Fälle sind Teil dieses größeren Komplexes.
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21.09.2026Zu den konkreten Vorwürfen gegen die sechs Angeklagten liegen in der vorliegenden Meldung keine näheren Angaben vor. Auch Informationen zu möglichen Beweisen, zum Verlauf des Auftakts oder zu einem erwarteten Urteil wurden zunächst nicht genannt. Damit ist nach den verfügbaren Informationen ebenfalls unklar, ob die Angeklagten die Vorwürfe zurückweisen oder sich zu den Anschuldigungen geäußert haben.
Der Prozess findet im Irak statt, obwohl es sich bei den Angeklagten um französische Staatsbürger handelt. Die Überstellung aus Syrien hatte damit zur Folge, dass ihre Fälle vor irakischen Gerichten behandelt werden. Weitere Einzelheiten zu den rechtlichen Grundlagen des Verfahrens und zu möglichen Konsequenzen liegen bislang nicht vor.
Das Verfahren steht im Zusammenhang mit der anhaltenden juristischen Aufarbeitung der Aktivitäten des Islamischen Staates. Die Miliz hatte in der Region zahlreiche Menschen rekrutiert und war in Syrien und im Irak aktiv. Welche Rolle die sechs Angeklagten jeweils gespielt haben sollen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Den Prozessauftakt berichtete zuerst Euronews.