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Online-Kindesmissbrauch verbindet Täter in Europa und den Philippinen

Eine neue Form des sexuellen Missbrauchs von Kindern auf den Philippinen wird über das Internet organisiert. Beteiligte sitzen offenbar teils in Europa und nutzen Smartphones sowie lokale Mittäter.

Online-Kindesmissbrauch verbindet Täter in Europa und den Philippinen
Foto: vickygharat · Pixabay
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Auf den Philippinen breitet sich eine Form des sexuellen Kindesmissbrauchs aus, die über das Internet organisiert und aus dem Verborgenen heraus betrieben wird. Nach den vorliegenden Informationen können Täter in Europa dabei mit Personen auf den Philippinen zusammenwirken. Für die Ermittler erschwert das die Strafverfolgung erheblich, weil die Beteiligten in unterschiedlichen Ländern sitzen.

Für den Zugang zu solchen Taten sind demnach nicht zwingend besondere technische Kenntnisse erforderlich. Englischkenntnisse, ein Smartphone und ein Mittäter auf den Philippinen können ausreichen, um den Missbrauch online anzubahnen oder zu ermöglichen. Genauere Angaben zu den technischen Abläufen, den betroffenen Plattformen oder zur Zahl der Fälle liegen bislang nicht vor.

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Die Entwicklung zeigt, dass sexueller Kindesmissbrauch nicht ausschließlich in abgeschotteten Bereichen des Internets stattfindet. Während sich Täter früher häufig im Darknet bewegten, können entsprechende Aktivitäten heute offenbar auch über alltäglich verfügbare digitale Geräte und grenzüberschreitende Kontakte organisiert werden. Das verlagert einen Teil des Problems aus schwer zugänglichen Online-Räumen in Strukturen, die für Beteiligte leichter erreichbar sein können.

Besonders komplex ist die Verfolgung, wenn mögliche Täter in Deutschland, der Schweiz oder anderen europäischen Ländern vermutet werden, während sich die betroffenen Kinder und lokale Mittäter auf den Philippinen befinden. Ermittlungen müssen dann über Ländergrenzen hinweg koordiniert werden. Welche konkreten Maßnahmen gegen diese Form der Ausbeutung ergriffen werden und wie erfolgreich Behörden dabei bislang sind, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Die Fälle machen zugleich deutlich, dass digitale Kommunikationsmittel eine Verbindung zwischen weit voneinander entfernten Beteiligten herstellen können. Der geografische Abstand zwischen den Philippinen und Europa schützt dabei nicht automatisch vor Strafverfolgung, erhöht aber die rechtlichen und praktischen Hürden. Das berichtete zuerst die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).

Kurz zusammengefasst

  • Täter in Europa können beim Online-Kindesmissbrauch mit Personen auf den Philippinen zusammenwirken
  • Englischkenntnisse, ein Smartphone und ein Mittäter auf den Philippinen können laut Text ausreichen
  • Sitzen Beteiligte in verschiedenen Ländern, erschwert das die Ermittlungen und erfordert grenzüberschreitende Kooperation
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