Zürich und Tokio weisen nach einer aktuellen Analyse des globalen Immobilienmarkts ein besonders hohes Risiko für eine Immobilienblase auf. Der jüngste Real Estate Bubble Index untersucht die Entwicklung in internationalen Metropolen und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Preise für Eigenheime an vielen Orten zunehmend von der Entwicklung der örtlichen Einkommen lösen.
Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie nachhaltig die hohen Immobilienpreise in den betroffenen Städten sind. Eine Entkopplung von Preisen und Einkommen kann darauf hindeuten, dass der Zugang zu Wohneigentum schwieriger wird und die Marktpreise nicht mehr im gleichen Maß durch die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort getragen werden. Der Index beschreibt dabei eine Gefährdung beziehungsweise ein Risiko und keine bereits eingetretene Immobilienkrise.
Zürich und Tokio werden in der Analyse als die Metropolen mit dem größten Immobilienblasenrisiko genannt. Genauere Angaben zu den jeweiligen Preisentwicklungen, den untersuchten Zeiträumen oder den zugrunde liegenden Berechnungen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch wird nicht ausgewiesen, ob und in welchem Umfang sich die Risiken in den beiden Städten unterscheiden.
Der Blick auf die internationalen Märkte fällt zugleich unterschiedlich aus. Miami, das in der Berichterstattung ebenfalls als relevanter Immobilienmarkt genannt wird, fällt im aktuellen Vergleich zurück. Was genau hinter dieser Veränderung steht, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Eine Rangfolge der weiteren untersuchten Städte wird ebenfalls nicht genannt.
Der Real Estate Bubble Index macht nach den verfügbaren Informationen vor allem ein übergreifendes Muster sichtbar: In zahlreichen Metropolen steigen die Preise für Eigenheime stärker als die lokalen Einkommen. Dadurch wächst die Kluft zwischen den Kosten für Wohneigentum und der finanziellen Leistungsfähigkeit der Haushalte. Welche Folgen daraus für die einzelnen Märkte entstehen könnten, lässt die Analyse in den vorliegenden Informationen offen.
Die Ergebnisse liefern damit einen internationalen Vergleich der Immobilienrisiken, erlauben aber keine Aussage darüber, ob es in Zürich oder Tokio tatsächlich zu einem Preisrückgang kommen wird. Ebenso wenig ist bekannt, welche politischen oder wirtschaftlichen Maßnahmen in den betroffenen Städten erwogen werden. Über die Analyse berichtete zuerst die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).
Kurz zusammengefasst
- Zürich und Tokio gelten laut Real Estate Bubble Index als Metropolen mit dem größten Immobilienblasenrisiko
- In vielen Metropolen steigen Eigenheimpreise stärker als die örtlichen Einkommen, wodurch Wohneigentum schwerer zugänglich wird
- Miami fällt im aktuellen Vergleich zurück; die Gründe dafür und eine weitere Rangfolge werden nicht genannt