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CDC zählt vier Masern-Todesfälle in Pennsylvania bislang nicht mit

Während sich ein Masernausbruch in Pennsylvania offenbar beschleunigt, führt die US-Gesundheitsbehörde CDC vier Todesfälle weiterhin nicht in ihrer Statistik. Abgeordnete verlangen Aufklärung über die geänderte Erfassung.

CDC zählt vier Masern-Todesfälle in Pennsylvania bislang nicht mit
Foto: PublicDomainPictures · Pixabay
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Die US-Gesundheitsbehörde CDC berücksichtigt vier Todesfälle im Zusammenhang mit einem Masernausbruch in Pennsylvania bislang nicht in ihrem öffentlichen Dashboard. Das geht aus einem Bericht des Guardian hervor. Zugleich deutet die Entwicklung im Bundesstaat nach Angaben aus dem Bericht auf eine zunehmende Dynamik hin. Ärzte berichten demnach außerdem von Krankheitsverläufen, die sie in dieser Form bisher nicht beobachtet hätten.

Die CDC aktualisierte ihre Masernübersicht am Freitag, ohne die vier Todesfälle aus Pennsylvania in die Statistik aufzunehmen. Warum die Behörde die Fälle nicht zählt oder nach welchen Kriterien die Erfassung erfolgt, wird in den vorliegenden Informationen nicht näher erläutert. Damit bleibt offen, ob die Todesfälle noch geprüft werden, ob es abweichende Vorgaben für die statistische Zuordnung gibt oder ob andere Gründe für die Nichtberücksichtigung maßgeblich sind.

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Die Entwicklung hat inzwischen auch den US-Kongress erreicht. Abgeordnete forderten am Montag eine umgehende Unterrichtung über die Entscheidung, die Erfassung von Masern-Todesfällen zu verändern. Hintergrund sind steigende Fallzahlen in mehreren Teilen der Vereinigten Staaten. Sie haben laut dem Bericht ein Niveau erreicht, wie es seit Jahrzehnten nicht mehr beobachtet worden sei.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein möglicher Masernkontakt in der Neugeborenen-Intensivstation des Children’s Hospital of Philadelphia. Der mögliche Kontakt wurde in der vergangenen Woche gemeldet. Angaben dazu, ob sich daraus bestätigte Infektionen ergeben haben oder welche konkreten Maßnahmen eingeleitet wurden, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

Masern gelten als hoch ansteckend. Im aktuellen Geschehen in Pennsylvania sind laut dem Bericht jedoch nicht nur die steigenden Fallzahlen von Bedeutung. Medizinisches Personal beobachte auch neue Erscheinungsformen der Erkrankung. Genauere Angaben dazu, worin diese Veränderungen bestehen, enthält die Meldung nicht. Ebenso fehlen nähere Informationen zur Zahl der Erkrankten, zum zeitlichen Beginn des Ausbruchs und zu den betroffenen Regionen innerhalb Pennsylvanias.

Die unterschiedliche Darstellung der Todesfälle wirft damit Fragen zur Transparenz und Vergleichbarkeit der offiziellen Zahlen auf. Solange die CDC ihre Entscheidung nicht ausführlicher erklärt, lässt sich aus dem Dashboard allein nicht ablesen, wie viele Todesfälle die Behörde dem Ausbruch tatsächlich zuordnet. Die von den Abgeordneten verlangte Unterrichtung könnte Aufschluss darüber geben, nach welchen Regeln die Fälle bewertet werden und ob eine spätere Korrektur der Statistik vorgesehen ist.

Das berichtete zuerst The Guardian World.

Kurz zusammengefasst

  • Das CDC-Dashboard führt vier Masern-Todesfälle aus Pennsylvania bislang nicht auf; der Grund bleibt unklar
  • Abgeordnete im US-Kongress fordern Aufklärung, während die Fallzahlen landesweit auf ein jahrzehntelang nicht erreichtes Niveau steigen
  • Ein möglicher Masernkontakt wurde auf der Neugeborenen-Intensivstation eines Krankenhauses in Philadelphia gemeldet; Folgen sind offen
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