Das Wetterphänomen El Niño hat nach Einschätzung von Fachleuten in diesem Jahr eine Rekordintensität erreicht oder könnte diese Marke noch übertreffen. Seine Auswirkungen sind bereits in mehreren Teilen der Welt spürbar. Besonders in den Amerikas werden Dürren, Waldbrände, Lebensmittelengpässe und stark gestiegene Wassertemperaturen mit der aktuellen Entwicklung in Verbindung gebracht.
El Niño ist Teil der El-Niño-Southern-Oscillation, eines natürlichen Klimaphänomens. Die derzeitige Ausprägung wird von Spezialisten als außergewöhnlich stark bewertet. Ob der bisherige Rekord bereits endgültig erreicht oder möglicherweise noch übertroffen wurde, ist den vorliegenden Angaben zufolge noch nicht abschließend geklärt.
Die Folgen zeigen sich nach den verfügbaren Informationen in unterschiedlichen Formen. In einigen Regionen verschärft die Trockenheit die Bedingungen für die Landwirtschaft und erhöht zugleich das Risiko von Waldbränden. Hinzu kommen Engpässe bei Lebensmitteln. Genauere Angaben zum Ausmaß dieser Versorgungsprobleme oder zu einzelnen betroffenen Gebieten liegen bislang nicht vor.
Auch die Wassertemperaturen sind deutlich gestiegen. Betroffen sind den Angaben zufolge nicht nur die Amerikas, sondern Regionen weltweit. Wie stark die einzelnen Länder und Ökosysteme dadurch beeinträchtigt werden, wird in den vorliegenden Informationen nicht näher ausgeführt.
Im US-Bundesstaat Kalifornien wurde wegen El Niño bereits der Notstand ausgerufen. Damit reagierten die Behörden auf die Auswirkungen des Wetterereignisses und die damit verbundenen Belastungen. Welche konkreten Maßnahmen mit der Erklärung verbunden sind, geht aus den verfügbaren Angaben nicht hervor.
Die Entwicklung wird deshalb nicht als regional begrenztes Ereignis betrachtet. Zwar liegen Schwerpunkte der aktuellen Auswirkungen in Nord-, Mittel- und Südamerika, doch reichen die beobachteten Effekte nach den vorliegenden Informationen bis in weitere Regionen der Welt. Fachleute rechnen zudem damit, dass die Intensität von El Niño noch zunehmen könnte. Verlässliche Angaben zur weiteren Entwicklung oder zum Zeitpunkt einer möglichen Abschwächung liegen bislang nicht vor.
Das berichtete zuerst France 24 English.
Kurz zusammengefasst
- El Niño hat laut Fachleuten Rekordintensität erreicht oder könnte sie noch übertreffen
- In den Amerikas werden Dürren, Waldbrände, Lebensmittelengpässe und höhere Wassertemperaturen damit verbunden
- Kalifornien rief wegen der Auswirkungen den Notstand aus; Effekte sind auch weltweit spürbar
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