Protestierende Wachleute haben die zweitgrößte Ölraffinerie Libyens in Zawiya vorübergehend lahmgelegt. Nach Angaben der libyschen National Oil Corporation (NOC) schlossen sie die Tore der Anlage. Der Betrieb blieb daraufhin eingestellt, während der Zugang zum Betreiber Brega Petroleum Marketing Company teilweise möglich war.
Die NOC teilte am Dienstag mit, dass die Wachleute aus Protest gehandelt hätten. Worum es bei ihren Forderungen geht, blieb zunächst unklar. Genauere Angaben zu den Hintergründen der Aktion oder zu ihrer Dauer lagen zunächst nicht vor.
Die Raffinerie in Zawiya liegt westlich der libyschen Hauptstadt Tripolis und gehört zu den wichtigsten Anlagen des Landes. Welche konkreten Auswirkungen die Schließung auf die Versorgung oder den Ölhandel hatte, wurde in den vorliegenden Angaben nicht mitgeteilt.
Der Vorfall ereignete sich einen Tag, nachdem eine bewaffnete Gruppe nach Angaben der NOC ein Ventil an einem anderen libyschen Ölfeld geschlossen hatte. Damit kam es innerhalb kurzer Zeit zu zwei Störungen an Anlagen der libyschen Energieinfrastruktur. Ob zwischen den Ereignissen ein Zusammenhang besteht, ist nicht bekannt.
Das berichtete zuerst Arab News unter Berufung auf die libysche National Oil Corporation.
Kurz zusammengefasst
- Protestierende Wachleute schlossen die Tore der zweitgrößten libyschen Ölraffinerie in Zawiya und legten den Betrieb lahm
- Die Forderungen der Wachleute sowie die Hintergründe und Dauer der Aktion blieben zunächst unklar
- Einen Tag zuvor hatte eine bewaffnete Gruppe ein Ventil an einem anderen libyschen Ölfeld geschlossen
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