Apollo Global Management begrenzt erneut die Rücknahmen aus einem Fonds für private Kredite. Die Maßnahme gilt damit bereits im dritten Quartal in Folge. Zugleich versuchen Anleger verstärkt, Kapital aus dem weltweit rund 1,8 Billionen US-Dollar schweren Markt für Direktkredite abzuziehen.
Nach den vorliegenden Angaben wollten Anleger zuletzt 14,7 Prozent ihrer Investitionen aus dem betroffenen Apollo-Fonds zurückführen. Genauere Angaben dazu, wie viele Rücknahmeanträge genehmigt oder in welchem Umfang sie begrenzt wurden, liegen bislang nicht vor.
Private Credit bezeichnet Kreditgeschäfte außerhalb des klassischen Bankensektors. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem direkt vergebene Darlehen. Der Markt ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat nach den vorliegenden Informationen inzwischen ein Volumen von etwa 1,8 Billionen US-Dollar erreicht.
Die wiederholte Begrenzung der Rücknahmen verweist auf den Druck, der entstehen kann, wenn viele Anleger gleichzeitig ihr Geld zurückfordern. Fonds dieser Art halten Kredite, die nicht ohne Weiteres kurzfristig verkauft werden können. Welche konkreten Auswirkungen die aktuelle Maßnahme auf die betroffenen Anleger oder auf einzelne Kreditnehmer hat, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Apollo Global Management zählt zu den großen Akteuren im Bereich privater Kredite. Die erneute Beschränkung erfolgt vor dem Hintergrund eines breiteren Abzugswunsches aus dem Direktkreditmarkt. Ob sich dieser Trend fortsetzt und wie andere Anbieter darauf reagieren, ist bislang offen.
Das berichtete zuerst Bloomberg Markets unter dem Quellen-Handle @Bloomberg.
Kurz zusammengefasst
- Apollo begrenzt zum dritten Quartal in Folge Rücknahmen aus einem Fonds für private Kredite
- Anleger wollten zuletzt 14,7 Prozent ihrer Investitionen aus dem betroffenen Apollo-Fonds abziehen
- Der weltweite Markt für Direktkredite umfasst inzwischen rund 1,8 Billionen US-Dollar
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