US-Präsident Donald Trump wird am Mittwoch den chinesischen Staatschef Xi Jinping empfangen. Das Treffen findet vor dem Hintergrund eines strategischen Wettbewerbs zwischen den Vereinigten Staaten und China statt, dessen Machtverhältnisse sich nach Einschätzung der früheren Sicherheitsberaterin Nadia Schadlow verändert haben.
Schadlow war während Trumps erster Amtszeit an der Ausarbeitung der Sicherheitsstrategie seiner Regierung beteiligt. In einem Gespräch ordnet sie die bevorstehende Begegnung zwischen den beiden Staatschefs ein und beschreibt die Annäherung zwischen Washington und Peking als möglicherweise trügerisch.
Im Mittelpunkt steht dabei die veränderte Einschätzung der amerikanischen Position gegenüber China. Nach Schadlows Darstellung ist in Washington die Erkenntnis gewachsen, dass die Vereinigten Staaten im strategischen Wettbewerb zunächst aufholen müssten. Damit verweist sie auf eine Entwicklung, bei der China aus amerikanischer Sicht an Einfluss und Gewicht gewonnen hat.
Das Treffen von Trump und Xi fällt somit in eine Phase, in der die Beziehungen beider Länder nicht allein von diplomatischen Kontakten, sondern auch von einem grundlegenden Ringen um strategische Positionen geprägt sind. Welche konkreten Themen bei der Begegnung behandelt werden und ob daraus Vereinbarungen hervorgehen, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Auch genauere Angaben zum Ort des Treffens sowie zu möglichen Ergebnissen liegen bislang nicht vor. Fest steht lediglich, dass die Begegnung der beiden Staatschefs im Zentrum der aktuellen amerikanisch-chinesischen Diplomatie steht. Schadlows Einschätzung legt zugleich nahe, dass ein persönlicher Austausch nicht automatisch auf eine nachhaltige Entspannung der Beziehungen schließen lässt.
Das berichtete zuerst die Neue Zürcher Zeitung (NZZ).
Kurz zusammengefasst
- US-Präsident Donald Trump empfängt am Mittwoch den chinesischen Staatschef Xi Jinping
- Nadia Schadlow zufolge haben sich die Machtverhältnisse im strategischen Wettbewerb zugunsten Chinas verschoben
- Schadlow warnt, die Annäherung zwischen Washington und Peking könne trügerisch sein
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