Das Klimaphänomen El Niño verstärkt sich in einer Welt, die bereits deutlich wärmer ist. Damit wächst in einigen der wichtigsten landwirtschaftlichen Regionen das Risiko für Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle. Nach Einschätzung von Experten der Vereinten Nationen könnte die Entwicklung zu einer Belastungsprobe für die globale Ernährungssicherheit werden – zugleich ist sie eine Gelegenheit, Schutzmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten.
Im Unterschied zu vielen anderen Naturgefahren kündigt sich El Niño mit Vorlauf an. Die kommenden Monate bieten Ländern deshalb die Möglichkeit, sich auf mögliche Auswirkungen vorzubereiten und die nächste Ernte besser zu schützen. Welche konkreten Regionen besonders stark betroffen sein werden und wie groß die jeweiligen Schäden ausfallen könnten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
El Niño kann unterschiedliche Folgen haben. In Teilen der Welt steigt das Risiko für längere Trockenperioden, während andere Regionen mit starken Niederschlägen und Überschwemmungen rechnen müssen. Treffen solche Entwicklungen wichtige Anbaugebiete, können sie die landwirtschaftliche Produktion beeinträchtigen. Ausfälle bei Ernten können wiederum die Versorgung mit Nahrungsmitteln belasten. Genaue Angaben zu erwarteten Ernteverlusten oder zu einzelnen betroffenen Ländern liegen bislang nicht vor.
Die gegenwärtige Situation wird dadurch verschärft, dass El Niño auf ein bereits wärmeres globales Klima trifft. Nach Darstellung der UN geht es daher nicht nur darum, die unmittelbaren Folgen des aktuellen Ereignisses abzufedern. Die Vorbereitung auf El Niño wird zugleich als Test dafür verstanden, wie gut sich Staaten auf ein künftig unberechenbareres Klima einstellen können.
Mögliche Vorsorge soll nach Einschätzung der UN dazu beitragen, die nächste Ernte und damit die Ernährungssicherheit besser zu schützen. Zugleich verweist die Entwicklung auf eine längerfristige Aufgabe: Länder müssen ihre Anpassung an klimatische Veränderungen weiterentwickeln. Welche Maßnahmen im Einzelnen ergriffen werden sollen, wird in den vorliegenden Informationen nicht ausgeführt.
Die besondere Herausforderung liegt damit in der Verbindung aus kurzfristiger Gefahrenabwehr und langfristiger Klimaanpassung. Weil sich El Niño frühzeitig abzeichnet, steht den betroffenen Ländern grundsätzlich Zeit zur Verfügung. Ob diese Möglichkeit ausreichend genutzt wird, dürfte für den Schutz der Landwirtschaft und der Nahrungsmittelversorgung von Bedeutung sein. Das berichtete zuerst UN News.
Kurz zusammengefasst
- El Niño verstärkt sich in einer bereits wärmeren Welt und erhöht das Risiko für Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfälle
- Weil sich das Klimaphänomen frühzeitig ankündigt, können Länder Schutzmaßnahmen für die nächste Ernte vorbereiten
- Die UN wertet den Umgang mit El Niño als Test für kurzfristige Vorsorge und langfristige Anpassung an den Klimawandel
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