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EU will Billigpakete mit Zollgebühr bremsen

Eine geplante Zollgebühr von drei Euro soll die Flut günstiger Pakete aus China eindämmen. Der Handelsverband HDE hält die Maßnahme jedoch für zu gering und erwartet Anpassungen bei Anbietern wie Temu und Shein.

EU will Billigpakete mit Zollgebühr bremsen
Foto: romeosessions · Pixabay
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Die Europäische Union will mit einer Zollgebühr von drei Euro gegen die wachsende Zahl günstiger Pakete aus China vorgehen. Nach Einschätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) dürfte der Betrag jedoch nicht ausreichen, um das Geschäftsmodell von Anbietern wie Temu und Shein spürbar zu bremsen. Die Unternehmen könnten ihre Vorgehensweise an die neuen Bedingungen anpassen.

Im Mittelpunkt der geplanten Regelung stehen Billigsendungen, die aus China in die Europäische Union gelangen. Die EU verbindet mit dem Zoll nach den vorliegenden Informationen das Ziel, die Menge dieser Pakete einzudämmen. Genauere Angaben dazu, wann die Gebühr eingeführt werden soll und für welche Sendungen sie im Einzelnen gelten würde, liegen nicht vor.

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Der HDE bewertet die geplante Abgabe skeptisch. Aus Sicht des Handelsverbands ist eine Belastung von drei Euro zu niedrig, um die Anbieter von besonders preisgünstigen Waren dauerhaft unter Druck zu setzen. Der Verband warnt deshalb davor, dass sich Unternehmen auf die neue Regelung einstellen und ihre Angebote oder Abläufe entsprechend verändern könnten.

Damit richtet sich die Kritik nicht nur gegen die Höhe der vorgesehenen Zollgebühr. Sie betrifft auch die grundsätzliche Frage, ob eine einzelne Abgabe ausreicht, um den Zustrom von Billigpaketen wirksam zu begrenzen. Sollten Anbieter ihre Geschäftsmodelle anpassen, könnte die gewünschte Wirkung der Maßnahme ausbleiben. Konkrete Angaben dazu, auf welche Weise dies geschehen könnte, enthält die Meldung nicht.

Für die EU steht damit die Wirksamkeit ihrer geplanten Handelspolitik im Mittelpunkt. Die Zollgebühr soll einerseits die Zahl der Sendungen aus China reduzieren. Andererseits zeigt die Einschätzung des HDE, dass die Höhe der Abgabe entscheidend dafür sein könnte, ob sie von den betroffenen Unternehmen als ernsthafte Belastung wahrgenommen wird. Ob die Regelung tatsächlich zu einem Rückgang der Billigpakete führt, bleibt daher offen.

Temu und Shein werden in diesem Zusammenhang als Beispiele für Anbieter genannt, deren Geschäft auf besonders günstigen Waren und entsprechenden Paketlieferungen beruht. Eine konkrete Stellungnahme der Unternehmen oder eine detaillierte Reaktion der EU ist in den vorliegenden Informationen nicht enthalten. Auch weitere geplante Maßnahmen gegen die Einfuhr solcher Sendungen werden nicht genannt.

Die Debatte macht deutlich, dass die EU mit der geplanten Gebühr einen Ausgleich zwischen handelspolitischer Regulierung und dem anhaltenden Angebot sehr günstiger Waren aus China sucht. Der HDE bezweifelt jedoch, dass der vorgesehene Betrag dafür ausreicht. Das berichtete zuerst Spiegel Online.

Kurz zusammengefasst

  • Die EU plant eine Zollgebühr von drei Euro für Billigpakete aus China, um deren Menge zu verringern
  • Der Handelsverband Deutschland hält die Abgabe für zu niedrig, um Anbieter wie Temu und Shein spürbar zu bremsen
  • Wann die Gebühr startet und für welche Sendungen sie gilt, ist noch offen
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