Die Vereinten Nationen warnen vor einer möglichen Verschärfung der Fluchtbewegung aus dem Jemen. Sollten die erneuten Kämpfe anhalten oder sich ausweiten, könnten in den kommenden Monaten bis zu 10.000 Jemeniten über das Rote Meer nach Dschibuti gelangen. Zugleich droht nach UN-Einschätzung ein deutlicher Anstieg der Zahl der Menschen, die innerhalb des Jemens vertrieben werden.
Die Zahl der Binnenvertriebenen könnte demnach auf mehr als 230.000 steigen. Damit würde sich die humanitäre Belastung sowohl im Jemen als auch in den angrenzenden Regionen weiter verschärfen. Genauere Angaben zu den betroffenen Gebieten, zum zeitlichen Verlauf oder zu den Ursachen der erneuten Kämpfe liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Wadephul widerspricht Trump im Streit über den Internationalen Strafgerichtshof
23.09.2026Dschibuti liegt am westlichen Ende des Golfs von Aden und gegenüber der jemenitischen Küste. Für Menschen, die den Jemen verlassen, ist die Überquerung des Roten Meeres mit erheblichen Risiken verbunden. Die UN-Prognose bezieht sich auf eine mögliche Entwicklung in den kommenden Monaten; ob die genannte Zahl tatsächlich erreicht wird, hängt nach den vorliegenden Angaben vom weiteren Verlauf der Kämpfe ab.
Die Warnung macht deutlich, dass der Konflikt nicht nur die Bevölkerung innerhalb des Jemens betrifft. Eine Zunahme der Flucht über das Meer würde auch die Nachbarregion vor zusätzliche humanitäre Herausforderungen stellen. Welche konkreten Maßnahmen zur Aufnahme und Versorgung weiterer Ankommender vorgesehen sind, ist bislang nicht bekannt.
Die Einschätzung wurde am Dienstag veröffentlicht. Das berichtete zuerst Africanews.
Kurz zusammengefasst
- Die UN warnt vor bis zu 10.000 Jemeniten, die in den kommenden Monaten nach Dschibuti fliehen könnten
- Die Zahl der Binnenvertriebenen im Jemen könnte auf mehr als 230.000 steigen
- Eine Flucht über das Rote Meer würde Dschibuti vor zusätzliche humanitäre Herausforderungen stellen
Kommentare (0)