Australische Behörden haben in Melbourne einen Mann beschuldigt, dem Islamischen Staat die Treue geschworen und große Mengen extremistischer Propaganda im Internet verbreitet zu haben. Nach den vorliegenden Angaben soll er etwa 10.000 Dateien online geteilt haben.
Die Anschuldigungen richten sich gegen einen australischen Staatsbürger. Welche konkreten Inhalte die Dateien enthielten, über welchen Zeitraum sie verbreitet wurden und auf welchen Plattformen dies geschehen sein soll, ist bislang nicht bekannt. Auch zu möglichen weiteren Beschuldigten oder den genauen Umständen der Ermittlungen liegen keine näheren Angaben vor.
Der Islamische Staat ist eine dschihadistische Terrororganisation, die über digitale Kanäle Propaganda verbreitet und Unterstützer anzuwerben versucht. Der Vorwurf einer gezielten Verbreitung solchen Materials steht deshalb im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu extremistischer Propaganda. Ob sich die Anschuldigungen gegen den Mann erhärten, muss das weitere Verfahren zeigen.
Die Behörden haben nach den verfügbaren Informationen zudem den Vorwurf erhoben, der Mann habe seine Loyalität gegenüber der Gruppe erklärt. Angaben dazu, wann oder in welcher Form dieses Treuebekenntnis erfolgt sein soll, wurden nicht gemacht.
Weitere Einzelheiten zu einem möglichen Verfahren, zu den Beweismitteln oder zu einer Reaktion des Beschuldigten liegen bislang nicht vor. Es gilt daher die Unschuldsvermutung. Das berichtete zuerst ABC News International.
Kurz zusammengefasst
- Australische Behörden beschuldigen einen Mann in Melbourne, dem Islamischen Staat die Treue geschworen zu haben
- Der australische Staatsbürger soll etwa 10.000 Dateien extremistischer Propaganda online geteilt haben
- Inhalte, Zeitraum und Plattformen sind unbekannt; für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung
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