In der Türkei bangen nach einem mutmaßlichen Anlagebetrug offenbar rund 455.000 Investoren um ihre Ersparnisse. Betroffen ist ein stark beworbener Aktienfonds, in den zahlreiche Anleger investiert haben sollen. Viele versuchen nun, ihre Anteile zu verkaufen und verlorenes Geld zurückzuerlangen.
Zu den Betroffenen gehört Mehmed Kervanci. Er hatte seine Ersparnisse in den Fonds investiert, nachdem ihm ein Verwandter dazu geraten hatte. Zwei Wochen später versuchte Kervanci nach vorliegenden Angaben, über die Handelsanwendung auf seinem Mobiltelefon zu verkaufen. Dabei soll er wiederholt den entsprechenden Verkaufsbutton betätigt haben.
Der Fall verdeutlicht die Unsicherheit der Anleger nach dem Zusammenbruch beziehungsweise der mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten rund um den Fonds. Genauere Angaben zu den Hintergründen, zur Höhe des möglichen Schadens und zum weiteren Vorgehen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch ist daraus nicht ersichtlich, ob die betroffenen Anleger ihre Investitionen ganz oder teilweise zurückerhalten können.
Die Zahl von 455.000 betroffenen Investoren zeigt die große Reichweite des Vorgangs. Weitere Einzelheiten zu den Verantwortlichen, zu möglichen Ermittlungen oder zu Maßnahmen der Behörden sind bislang nicht bekannt. Das berichtete zuerst Bloomberg Markets.
Kurz zusammengefasst
- Rund 455.000 Anleger in der Türkei bangen nach einem mutmaßlichen Anlagebetrug um ihre Ersparnisse
- Viele Investoren versuchen, ihre Anteile an dem stark beworbenen Aktienfonds zu verkaufen
- Hintergründe, Schadenshöhe, Verantwortliche und mögliche Rückzahlungen sind bislang unklar
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