Irans Präsident Masoud Pezeshkian hat bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York die Vereinigten Staaten und Präsident Donald Trump scharf angegriffen. Zugleich signalisierte er, dass Teheran grundsätzlich zu Dialog, Diplomatie und Verhandlungen bereit sei. Voraussetzung dafür sei aus seiner Sicht, dass Gespräche nicht von Zwang oder einer Sprache der Gewalt geprägt würden.
Pezeshkian stellte die Vereinigten Staaten in seiner Rede als eigentliche machtpolitische Bedrohung im Nahen Osten dar. Er bezeichnete Amerika als denjenigen Akteur, der andere einschüchtere, und warf den USA eine Rolle als Terrorakteur in der Region vor. Damit reagierte der iranische Präsident auf die wiederholte Kritik aus Washington an der Politik Teherans.
Der Auftritt vor der UN-Generalversammlung war nach Angaben der vorliegenden Meldung Pezeshkians erster seit dem Beginn eines umfassenden Kriegs der USA und Israels gegen Iran. Genauere Angaben zu Verlauf, Zeitpunkt und Folgen dieses Konflikts liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch wird nicht näher erläutert, welche konkreten diplomatischen Schritte der iranische Präsident mit seiner Gesprächsbereitschaft verbindet.
In seiner Ansprache bemühte sich Pezeshkian zugleich um eine Abgrenzung von einem möglichen Eindruck, Iran lehne Verhandlungen grundsätzlich ab. Er stellte vielmehr heraus, dass sein Land nach eigener Darstellung stets am Verhandlungstisch geblieben sei. Diese Bereitschaft knüpfte er jedoch an politische Bedingungen: Gespräche dürften aus Sicht Teherans nicht unter dem Eindruck militärischer Drohungen oder einseitigen Drucks geführt werden.
Die Rede verband damit zwei Botschaften. Nach außen trat der iranische Präsident konfrontativ gegenüber Trump und den Vereinigten Staaten auf. Gleichzeitig ließ er die Möglichkeit diplomatischer Kontakte offen. Einen konkreten neuen Verhandlungsprozess, einen Termin oder beteiligte Gesprächspartner nannte Pezeshkian den vorliegenden Angaben zufolge nicht.
Seine Aussagen fielen vor dem internationalen Publikum der Vereinten Nationen in New York. Die Generaldebatte bietet den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten ein Forum, um außenpolitische Positionen darzustellen und internationale Konflikte anzusprechen. Welche unmittelbaren Reaktionen die Rede auslöste, ist aus den vorliegenden Informationen nicht ersichtlich.
Pezeshkian bekräftigte nach der Darstellung der Meldung außerdem, dass Iran sich den Vereinigten Staaten nicht unterordnen werde. Damit verband er die Zurückweisung amerikanischer Forderungen mit dem Hinweis, dass Diplomatie aus iranischer Sicht nur auf Grundlage gegenseitiger Achtung und ohne den Einsatz von Druckmitteln funktionieren könne. Weitere Einzelheiten zu den iranischen Forderungen oder zu möglichen Vermittlungsbemühungen wurden nicht genannt.
Das berichtete zuerst The Guardian World.
Kurz zusammengefasst
- Irans Präsident Masoud Pezeshkian griff die USA und Donald Trump bei der UN-Generaldebatte scharf an
- Pezeshkian signalisierte Dialogbereitschaft, sofern Gespräche ohne Zwang und Gewaltandrohungen geführt werden
- Iran werde sich den Vereinigten Staaten nicht unterordnen, erklärte Pezeshkian
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