Die US-Regierung hält Covid-19-Impfstoffe für Kinder in mindestens elf Bundesstaaten und einem US-Territorium zurück. Nach einem Bericht sind derzeit weder ein Zeitpunkt noch Bedingungen genannt, unter denen die Impfungen wieder verfügbar werden könnten. Betroffen sein sollen alle Kinder in den genannten Gebieten.
Der Vorgang ist der jüngste Schritt der Regierung von US-Präsident Donald Trump, den Zugang zu Impfungen einzuschränken. Welche Bundesstaaten und welches US-Territorium genau betroffen sind, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch liegen keine näheren Informationen dazu vor, wie die Verzögerung organisatorisch umgesetzt wird oder wie viele Kinder dadurch konkret keinen Zugang zu den Impfstoffen haben.
Unklar bleibt zudem, ob die Impfungen lediglich verzögert oder grundsätzlich aus dem verfügbaren Angebot genommen werden sollen. Die zuständigen Stellen haben dem Bericht zufolge bislang nicht mitgeteilt, wann oder ob die Covid-19-Impfstoffe für Kinder wieder bereitgestellt werden. Eine Begründung für das Zurückhalten wird in den vorliegenden Informationen ebenfalls nicht genannt.
Die Entwicklung hat nach Einschätzung von Experten eine über die Corona-Impfungen hinausgehende Bedeutung. Sie warnten demnach, dass der Vorgang einen Präzedenzfall für den Umgang der Regierung mit anderen Impfungen schaffen könnte. Damit richtet sich die Kritik nicht nur gegen die aktuelle Verzögerung, sondern auch gegen die mögliche Ausweitung einer restriktiveren Impfstoffpolitik in den Vereinigten Staaten.
Weitere Einzelheiten zu den betroffenen Regionen, zum Umfang der Lieferungen und zu möglichen Auswirkungen auf Impfprogramme liegen bislang nicht vor. Ebenso ist nicht bekannt, ob die Regierung eine allgemeine Regelung für Kinder verfolgt oder ob die Einschränkungen auf die genannten Gebiete begrenzt bleiben.
Über die Verzögerungen berichtete zuerst The Guardian World.
Kurz zusammengefasst
- Die US-Regierung hält Covid-19-Impfstoffe für Kinder in mindestens elf Bundesstaaten und einem US-Territorium zurück
- Unklar ist, wann oder unter welchen Bedingungen die Impfungen wieder verfügbar werden
- Experten warnen, der Vorgang könne ein Präzedenzfall für andere Impfungen werden
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