Ein prognostizierter „Super-El-Niño“ könnte in den sechs Monaten bis Februar 2027 weltweit bis zu 451.000 zusätzliche Todesfälle verursachen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Climate Impact Lab der University of Chicago. Als wichtigste Ursache nennen sie die erwartete Zunahme extremer Hitze. Die Zahl der Tage mit außergewöhnlich hohen Temperaturen könnte demnach um 44 Prozent steigen.
Besonders stark betroffen sein könnten Nigeria, Indonesien und Sudan. Die genannten Länder zählen zu den voraussichtlichen Schwerpunkten der Hitzebelastung. Die Prognose bezieht sich zugleich auf die weltweiten Folgen des Klimaphänomens und ist nicht auf diese drei Staaten beschränkt. Genauere Angaben zur regionalen Verteilung der zusätzlichen Todesfälle liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
El Niño bezeichnet ein wiederkehrendes Klimaphänomen, das mit einer Erwärmung großer Teile des tropischen Pazifiks verbunden ist und Wetterentwicklungen in verschiedenen Regionen der Welt beeinflussen kann. Die aktuelle Einschätzung bezieht sich auf eine besonders ausgeprägte Form, die als Super-El-Niño bezeichnet wird. Nach Angaben der Forscher könnte die damit verbundene extreme Hitze die gesundheitlichen Risiken in vielen Teilen der Welt deutlich erhöhen.
Die prognostizierte Zahl von bis zu 451.000 zusätzlichen Todesfällen ist als Schätzung für den untersuchten Zeitraum zu verstehen. Sie beschreibt keine bereits eingetretenen Opferzahlen, sondern eine mögliche Entwicklung für die sechs Monate bis Februar 2027. Ob der obere Wert erreicht wird, hängt von der tatsächlichen Entwicklung der Temperaturen und den Auswirkungen auf die betroffenen Bevölkerungen ab. Die vorliegenden Angaben enthalten keine weiteren Details zur Berechnung oder dazu, welche gesundheitlichen Faktoren neben der Hitze berücksichtigt wurden.
Die Wissenschaftler warnen außerdem, dass die Folgen über den betrachteten Zeitraum hinausreichen könnten. Damit wäre die mögliche Belastung nicht zwingend auf die sechs Monate begrenzt, die der Untersuchung zugrunde liegen. Wie lange sich die Auswirkungen fortsetzen könnten, wird in den verfügbaren Informationen jedoch nicht näher ausgeführt.
Weitere Einschätzungen zu dem Klimaphänomen liefert demnach Chloe Brimicombe, Klimawissenschaftlerin an der University of Oxford. Konkrete zusätzliche Angaben zu ihrer Einordnung sind in der vorliegenden Meldung allerdings nicht enthalten. Offen bleibt daher, welche Maßnahmen oder Anpassungen den möglichen gesundheitlichen Folgen entgegenwirken könnten.
Die Prognose macht zugleich deutlich, dass extreme Hitze als öffentliches Gesundheitsrisiko betrachtet wird. Im Mittelpunkt der aktuellen Warnung stehen nicht nur die erwarteten Temperaturanstiege, sondern auch deren mögliche Auswirkungen auf die Zahl hitzebedingter Todesfälle. Das berichtete zuerst France 24 English.
Kurz zusammengefasst
- Ein prognostizierter Super-El-Niño könnte in sechs Monaten bis Februar 2027 weltweit bis zu 451.000 zusätzliche Todesfälle verursachen
- Extreme Hitze gilt als wichtigste Ursache; die Zahl außergewöhnlich heißer Tage könnte um 44 Prozent steigen
- Besonders betroffen sein könnten Nigeria, Indonesien und Sudan, doch die Prognose gilt weltweit
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