Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) könnte nach Einschätzung ihres Generaldirektors Rafael Grossi relativ schnell wieder Inspektionen im Iran aufnehmen. Dafür müsse jedoch der notwendige politische Wille vorhanden sein, sagte Grossi am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Nach seinen Angaben befindet sich weiterhin eine bedeutende Menge nuklearen Materials im Iran.
Grossi erklärte, die IAEA könne sich vergleichsweise zügig vor Ort begeben und die Lage überprüfen. Damit bezog er sich auf die Möglichkeit, den Zugang zu iranischen Nuklearanlagen wiederherzustellen und den Bestand an nuklearem Material zu bewerten. Genauere Angaben dazu, um welche Mengen oder Anlagen es geht, liegen in der vorliegenden Information nicht vor.
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24.09.2026Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der die internationale Beobachtung des iranischen Atomprogramms eine zentrale Rolle spielt. Für die IAEA ist der Zugang zu den Anlagen entscheidend, um den Zustand des Programms und den Verbleib nuklearen Materials aus eigener Anschauung bewerten zu können. Grossi stellte dabei nicht fest, dass Inspektionen bereits vereinbart oder unmittelbar eingeleitet worden seien. Er verwies vielmehr auf die grundsätzliche Möglichkeit einer schnellen Rückkehr, sofern die politischen Voraussetzungen geschaffen würden.
Welche konkreten politischen Schritte dafür erforderlich wären und von welcher Seite sie ausgehen müssten, blieb in der Äußerung offen. Auch zu einem möglichen Zeitplan für neue Besuche der IAEA wurden keine näheren Angaben gemacht. Die Behörde könnte nach Grossis Darstellung jedoch kurzfristig reagieren, wenn ihr der Zugang ermöglicht wird.
Grossi äußerte sich im Gespräch mit Bloomberg-Journalist David Gura bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Das berichtete zuerst Bloomberg Markets.
Kurz zusammengefasst
- IAEA-Chef Rafael Grossi hält eine schnelle Wiederaufnahme der Iran-Inspektionen bei politischem Willen für möglich
- Nach Grossis Angaben befindet sich weiterhin eine bedeutende Menge nuklearen Materials im Iran
- Inspektionen sind weder vereinbart noch gestartet; Voraussetzung wäre Zugang zu den iranischen Nuklearanlagen
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