Estland, Lettland und Litauen haben zusätzliche Mittel der Europäischen Union für Maßnahmen zur Abwehr von Drohnen gefordert. Hintergrund sind Befürchtungen, dass Russland die baltischen Staaten mit hybriden Angriffen unter Druck setzen könnte.
Die drei Länder wollen nach vorliegenden Informationen ihre Fähigkeiten zur Drohnenabwehr ausbauen und dafür auf weitere Unterstützung aus EU-Mitteln zurückgreifen. Genauere Angaben zur beantragten Summe, zum konkreten Finanzierungsinstrument oder zu geplanten Projekten liegen bislang nicht vor.
Die Forderung fällt in eine Zeit erhöhter sicherheitspolitischer Aufmerksamkeit in der Region. Die baltischen Staaten grenzen an Russland beziehungsweise liegen in dessen unmittelbarer Nachbarschaft und sehen sich nach den vorliegenden Informationen möglichen nichtkonventionellen Bedrohungen ausgesetzt. Dazu zählen in diesem Zusammenhang auch sogenannte hybride Angriffe, bei denen unterschiedliche Druckmittel miteinander verbunden werden können.
Welche Entscheidung die Europäische Union zu dem Anliegen treffen könnte, ist derzeit offen. Ebenso ist nicht bekannt, ob die Forderung bereits Gegenstand formeller Beratungen in den zuständigen EU-Gremien ist. Die baltischen Staaten begründen ihren Vorstoß mit dem aus ihrer Sicht bestehenden Bedarf, ihre Abwehr gegen Drohnen zu verstärken.
Über das Anliegen berichtete zuerst Arab News.
Kurz zusammengefasst
- Estland, Lettland und Litauen fordern zusätzliche EU-Mittel für Maßnahmen zur Drohnenabwehr
- Die baltischen Staaten befürchten, dass Russland sie mit hybriden Angriffen unter Druck setzen könnte
- Die beantragte Summe und eine mögliche EU-Entscheidung sind bislang offen
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