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Iranische Funktionäre sollen wegen AMIA-Anschlags in Abwesenheit vor Gericht

Wegen des Anschlags auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires sollen sich acht Angeklagte verantworten. Unter ihnen ist der Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarden.

Iranische Funktionäre sollen wegen AMIA-Anschlags in Abwesenheit vor Gericht
Foto: OpenRoadPR · Pixabay
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Wegen des Anschlags auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires sollen zwei iranische Funktionäre in Abwesenheit vor Gericht gestellt werden. Insgesamt richtet sich das Verfahren gegen acht Angeklagte. Bei dem Bombenanschlag im Jahr 1994 kamen 85 Menschen ums Leben.

Zu den Beschuldigten zählt nach den vorliegenden Angaben der Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarden. Welche konkrete Rolle die einzelnen Angeklagten bei dem Anschlag gespielt haben sollen, geht aus den verfügbaren Informationen nicht hervor. Auch Namen der beiden iranischen Funktionäre sowie Angaben zu einem Termin oder dem zuständigen Gericht liegen bislang nicht vor.

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Der Prozess soll ohne Anwesenheit der Angeklagten stattfinden. Ein Verfahren in Abwesenheit bedeutet, dass die Beschuldigten nicht persönlich vor Gericht erscheinen. Ob sie sich außerhalb Argentiniens befinden oder aus anderen Gründen nicht an dem Verfahren teilnehmen, ist den vorliegenden Angaben zufolge nicht näher erläutert.

Das Attentat traf das Gebäude der Asociación Mutual Israelita Argentina, kurz AMIA, in der argentinischen Hauptstadt. Das jüdische Gemeindezentrum wurde 1994 Ziel des Anschlags, bei dem 85 Menschen getötet wurden. Die hohe Zahl der Opfer machte den Fall zu einem der schwerwiegendsten Anschläge gegen die jüdische Gemeinschaft in Argentinien.

Mit der Anklage gegen acht Personen erhält der Fall eine neue verfahrensrechtliche Entwicklung. Die verfügbaren Informationen nennen jedoch weder Einzelheiten zu den konkreten Vorwürfen gegen die einzelnen Angeklagten noch Angaben dazu, welche Beweise im Prozess berücksichtigt werden sollen. Auch ist nicht bekannt, ob alle acht Beschuldigten iranische Staatsangehörige oder Funktionäre sind.

Das berichtete zuerst Jerusalem Post World.

Kurz zusammengefasst

  • Wegen des AMIA-Anschlags sollen zwei iranische Funktionäre in Abwesenheit vor Gericht gestellt werden
  • Insgesamt richtet sich das Verfahren gegen acht Angeklagte, darunter der Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden
  • Bei dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires starben 1994 85 Menschen
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