Die Ölpreise sind am Donnerstag gesunken. Ausschlaggebend war unter anderem das Signal Irans, für eine diplomatische Lösung des Krieges mit den USA offen zu sein. Zugleich bestehen zwischen beiden Staaten weiterhin erhebliche Unterschiede darüber, wie ein Ende des Konflikts erreicht werden könnte.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel bis 7 Uhr saudischer Zeit um 92 Cent beziehungsweise 0,9 Prozent auf 102,16 US-Dollar. West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 77 Cent oder 0,8 Prozent auf 91,39 US-Dollar.
Der Rückgang folgte auf einen deutlichen Anstieg am Vortag. Die Preise waren in der vorherigen Sitzung um rund vier Prozent geklettert. Der Markt reagierte damit zunächst zurückhaltender auf die jüngsten Hinweise zur Diplomatie, obwohl eine Einigung zwischen Iran und den USA weiterhin nicht absehbar ist.
Nach den vorliegenden Angaben hält Iran diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges grundsätzlich für möglich. Gleichzeitig bleiben die Positionen beider Länder zur konkreten Vorgehensweise weit voneinander entfernt. Genauere Angaben zu den jeweiligen Bedingungen oder zu einem möglichen Ablauf weiterer Gespräche liegen bislang nicht vor.
Die Entwicklung zeigt, dass diplomatische Signale an den Energiemärkten unmittelbar berücksichtigt werden. Eine mögliche Entspannung zwischen den Konfliktparteien könnte die Sorge vor weiteren Belastungen für die Ölversorgung verringern. Ob es tatsächlich zu Fortschritten kommt, ist nach den vorliegenden Informationen jedoch offen.
Über die aktuellen Bewegungen der Ölpreise und Irans Haltung zur Diplomatie berichtete zuerst Arab News.
Kurz zusammengefasst
- Die Ölpreise sanken am Donnerstag nach Irans Signal, für eine diplomatische Konfliktlösung offen zu sein
- Brent fiel um 0,9 Prozent auf 102,16 US-Dollar, WTI um 0,8 Prozent auf 91,39 US-Dollar
- Trotz Irans Offenheit liegen die Positionen beider Staaten über das weitere Vorgehen weiterhin weit auseinander
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