Deutsche Strafverfolgungsbehörden ermitteln gegen eine 105 Jahre alte Person wegen möglicher Verbrechen im nationalsozialistischen Kriegsgefangenenlager Stalag 326. Im Mittelpunkt steht der Verdacht, dass die Person Beihilfe zum Mord geleistet haben könnte. Das Lager befand sich in der Nähe von Schloß Holte-Stukenbrock in Nordrhein-Westfalen.
Im Stalag 326 waren während der Zeit des Nationalsozialismus sowjetische Kriegsgefangene untergebracht. Nach den vorliegenden Angaben starben dort Zehntausende Menschen. Die Ermittlungen beziehen sich damit auf Vorgänge in einem Lager, in dem besonders viele sowjetische Gefangene ums Leben kamen.
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24.09.2026Welche konkrete Funktion die beschuldigte Person in dem Lager gehabt haben soll und auf welche Handlungen sich der Verdacht genau stützt, ist bislang nicht bekannt. Auch zu möglichen weiteren Einzelheiten des Verfahrens liegen keine Angaben vor. Der Verdacht bedeutet nicht, dass die beschuldigte Person bereits verurteilt wurde.
Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit der strafrechtlichen Aufarbeitung von NS-Verbrechen. Wegen des hohen Alters der beschuldigten Person kommt dem Verfahren besondere Aufmerksamkeit zu. Über den weiteren Verlauf und mögliche Anklageentscheidungen ist bislang nichts bekannt.
Das berichtete zuerst BBC News.
Kurz zusammengefasst
- Gegen eine 105 Jahre alte Person wird wegen möglicher Beihilfe zum Mord ermittelt
- Das Stalag 326 bei Schloß Holte-Stukenbrock war ein NS-Kriegsgefangenenlager für sowjetische Gefangene
- Im Lager starben nach vorliegenden Angaben Zehntausende Menschen; konkrete Vorwürfe sind bislang unklar
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