Der französische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon hat erklärt, Frankreich würde die Grenzen an der östlichen Flanke Europas auch außerhalb der NATO verteidigen. Zugleich übte der Politiker der französischen radikalen Linken Kritik an der deutschen Wiederaufrüstung.
Mélenchon äußerte sich dazu in einem Interview mit POLITICO. Seine Aussage steht im Zusammenhang mit der europäischen Sicherheitsdebatte und der Frage, welche Rolle Frankreich bei der Verteidigung der östlichen Mitgliedstaaten und Partner Europas übernehmen könnte.
Nach den vorliegenden Angaben bezog sich Mélenchon ausdrücklich auf ein Szenario, in dem Frankreich nicht Teil der NATO wäre. Weitere Einzelheiten dazu, wie ein solcher Schutz konkret ausgestaltet werden könnte, wurden in der Meldung nicht genannt. Auch Angaben zu möglichen politischen oder militärischen Bedingungen für ein französisches Vorgehen liegen bislang nicht vor.
Neben seiner Position zur europäischen Sicherheitsordnung kritisierte Mélenchon die deutsche Aufrüstung. Welche konkreten Maßnahmen oder Entscheidungen der Bundesregierung er dabei meinte, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Mélenchon ist als Kandidat der französischen radikalen Linken für das Präsidentenamt eingeordnet. Seine Äußerungen dürften daher sowohl im französischen Präsidentschaftswahlkampf als auch in der europäischen Debatte über Verteidigungsfähigkeit und Bündnisstrukturen zu sehen sein. Weitere Reaktionen oder Einordnungen enthält die vorliegende Meldung nicht.
Das berichtete zuerst POLITICO Europe.
Kurz zusammengefasst
- Jean-Luc Mélenchon erklärt, Frankreich würde Europas Ostflanke auch außerhalb der NATO verteidigen
- Der französische Präsidentschaftskandidat kritisiert zugleich die deutsche Wiederaufrüstung
- Mélenchon äußerte sich dazu in einem Interview mit POLITICO
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