Italien will den Schulalltag mit neuen Vorgaben zu religiöser Kleidung und Sprachkenntnissen regeln. Burkas und Nikabs sollen an Schulen künftig nicht mehr erlaubt sein. Zusätzlich ist vorgesehen, den Anteil von Schülerinnen und Schülern mit unzureichenden Sprachkenntnissen in einer Klasse auf höchstens 30 Prozent zu begrenzen.
Die Regelung betrifft damit zwei Bereiche der italienischen Bildungspolitik, die mit Migration und Integration verbunden sind. Die Obergrenze soll verhindern, dass sich in einzelnen Klassen ein besonders hoher Anteil von Kindern und Jugendlichen mit mangelnden Italienischkenntnissen konzentriert. Genauere Angaben dazu, wie die Grenze umgesetzt und kontrolliert werden soll, liegen bislang nicht vor.
Auch zu möglichen Ausnahmen beim Verbot von Burkas und Nikabs oder zum genauen rechtlichen Verfahren enthält die vorliegende Information keine weiteren Angaben. Fest steht nach der Meldung, dass die beiden Gesichtsschleier an italienischen Schulen künftig nicht mehr getragen werden dürfen.
Die Maßnahmen gelten landesweit für Italien. Weitere Einzelheiten zu Zeitpunkt, Zuständigkeit oder möglichen Konsequenzen bei Verstößen wurden zunächst nicht genannt. Das berichtete zuerst die Zeit Online.
Kurz zusammengefasst
- Italien will Burkas und Nikabs an Schulen künftig landesweit verbieten
- Der Anteil von Schülern mit unzureichenden Italienischkenntnissen soll je Klasse höchstens 30 Prozent betragen
- Details zu Umsetzung, Ausnahmen und Sanktionen sind bislang nicht bekannt
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