In Österreich tritt am 1. Oktober eine umstrittene Paketabgabe von zwei Euro in Kraft. Die Handelsbranche sieht sich auf die technische Umsetzung vorbereitet. Zugleich kündigten mehrere Händler an, rechtlich gegen die neue Abgabe vorzugehen.
Nach Angaben des Handelsverbands betrifft die Regelung 16 Online-Händler und Marktplätze. Dazu zählen unter anderem Amazon, Temu, Zalando und Otto. Die Abgabe richtet sich damit gegen Unternehmen, die ihre Waren über den Onlinehandel vertreiben. Wie die konkreten Abläufe bei der Erhebung im Einzelnen ausgestaltet sind, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Neben den großen Plattformen sind auch österreichische Unternehmen betroffen. Nach Angaben des Handelsverbands verkaufen rund 4.000 Betriebe aus Österreich ihre Waren über große Online-Marktplätze. Für diese Unternehmen kann die Paketabgabe damit ebenfalls relevant werden, auch wenn sie nicht selbst zu den genannten großen Handelsplattformen gehören.
Die Handelsbranche erklärte, sie habe sich auf die anstehende Einführung vorbereitet. Größere offene Fragen bei der technischen Umsetzung gebe es aus ihrer Sicht nicht. Damit konzentriert sich die Auseinandersetzung derzeit vor allem auf die rechtliche Bewertung der Abgabe. Mehrere Händler, darunter Otto, wollen gegen die Regelung klagen.
Die angekündigten Verfahren zeigen, dass die Einführung trotz der technischen Vorbereitung umstritten bleibt. Zu den geplanten Klagen, möglichen Klägern sowie den jeweiligen rechtlichen Argumenten liegen bislang keine genaueren Angaben vor. Auch ist nicht bekannt, wann über entsprechende Verfahren entschieden werden könnte.
Mit dem Starttermin am 1. Oktober steht für die betroffenen Anbieter fest, ab wann die neue Belastung gelten soll. Die Zahl der betroffenen Unternehmen und die Einbindung österreichischer Händler über große Marktplätze machen die Abgabe zu einem Thema für den gesamten Onlinehandel. Das berichteten zuerst die Salzburger Nachrichten.
Kurz zusammengefasst
- In Österreich gilt ab 1. Oktober eine umstrittene Paketabgabe von zwei Euro
- Die Regelung betrifft laut Handelsverband 16 Online-Händler und Marktplätze wie Amazon, Temu, Zalando und Otto
- Die Branche sieht die technische Umsetzung vorbereitet, doch mehrere Händler wollen rechtlich gegen die Abgabe vorgehen
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