Eine Phishingkampagne, bei der eine Nius-Adresse verwendet wurde, richtete sich offenbar gegen deutlich mehr Empfänger als zunächst bekannt. Neben 560 Abgeordneten des Deutschen Bundestages gerieten auch weitere politische Akteure ins Visier. Dazu zählen nach vorliegenden Informationen das linke Zentrum für politische Schönheit sowie rechte YouTuber.
Der Angriff war damit politisch breit angelegt. Die bekannten Ziele reichen von einer Organisation aus dem linken politischen Spektrum bis zu Akteuren, die dem rechten Lager zugerechnet werden. Welche konkreten Personen oder Kanäle unter den rechten YouTubern betroffen waren, ist bislang nicht bekannt. Auch liegen keine genaueren Angaben dazu vor, wie viele weitere Empfänger insgesamt angeschrieben wurden.
Im Mittelpunkt steht die Nutzung einer Nius-Adresse im Zusammenhang mit der Kampagne. Die Phishing-Nachrichten zielten zunächst auf sämtliche 560 Mitglieder des Bundestages. Mit der Ausweitung auf weitere Organisationen und Einzelakteure wird deutlich, dass der Angriff nicht auf das Parlament beschränkt war.
Zu möglichen Folgen, dem Inhalt der Nachrichten oder einem Erfolg der Kampagne liegen in den vorliegenden Informationen keine näheren Angaben vor. Unklar ist daher auch, ob Empfänger auf die Nachrichten reagierten oder ob Daten kompromittiert wurden. Fest steht lediglich, dass neben den Bundestagsabgeordneten auch das Zentrum für politische Schönheit und rechte YouTuber als Ziele genannt werden.
Die Auswahl der Adressaten weist auf eine Kampagne hin, die sich gegen politisch relevante und öffentlich sichtbare Akteure verschiedener Richtungen richtete. Eine abschließende Bewertung des Umfangs ist derzeit jedoch nicht möglich, da weitere Einzelheiten zu den Empfängern und zum Ablauf fehlen. Das berichtete zuerst t-online.
Kurz zusammengefasst
- Eine Phishingkampagne mit einer Nius-Adresse zielte auf alle 560 Bundestagsabgeordneten
- Auch das linke Zentrum für politische Schönheit und rechte YouTuber wurden als Ziele genannt
- Unklar ist, wie viele weitere Empfänger betroffen waren und ob Daten kompromittiert wurden
Kommentare (0)