Auf der Alp Alpjen nahe dem Simplon im Schweizer Kanton Wallis haben sich im August 35 Mitglieder der Identitären Bewegung Deutschland zu einem Lager getroffen. Nach Angaben der Schweizer Regierung waren die zuständigen Behörden über die Veranstaltung informiert. Das bestätigte der Bundesrat nun.
Bei der Identitären Bewegung handelt es sich um eine rechtsextreme Gruppierung. Die Veranstaltung fand demnach nicht unbemerkt statt. Die Bestätigung des Bundesrats bezieht sich darauf, dass Schweizer Behörden Kenntnis von dem Lager hatten. Welche Stellen im Einzelnen informiert waren und zu welchem Zeitpunkt sie von dem Treffen erfuhren, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Auch genauere Informationen zum Ablauf des Lagers, zu den behandelten Themen oder zu möglichen Maßnahmen der Behörden liegen bislang nicht vor. Ebenso ist nicht bekannt, ob es im Zusammenhang mit dem Treffen zu Beanstandungen oder weiteren Ermittlungen kam. Fest steht nach der vorliegenden Darstellung lediglich, dass sich die 35 deutschen Rechtsextremen auf der Alp Alpjen im Gebiet nahe dem Simplon versammelten und die Schweizer Behörden davon wussten.
Die Veranstaltung wirft damit vor allem Fragen zum Umgang der Behörden mit Treffen rechtsextremer Gruppen auf. Eine weitergehende Bewertung oder Einzelheiten zu den Reaktionen der Verantwortlichen sind in den vorliegenden Informationen nicht enthalten. Angaben zum genauen Datum innerhalb des Augusts und zum Jahr der Veranstaltung liegen ebenfalls nicht vor.
Das berichtete zuerst Blick.
Kurz zusammengefasst
- Im August trafen sich 35 Mitglieder der Identitären Bewegung Deutschland auf der Alp Alpjen nahe dem Simplon
- Die Schweizer Regierung bestätigte, dass zuständige Behörden über das rechtsextreme Lager informiert waren
- Unklar bleibt, welche Stellen wann informiert waren und ob es Beanstandungen oder Ermittlungen gab
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