Ein Facebook-Video des FPÖ-Chefs Herbert Kickl hat in Österreich eine Kontroverse über den Umgang mit Journalisten und die Pressefreiheit ausgelöst. Nach einer Rechercheanfrage des ORF-Journalisten Roman Wagner verbreiteten sich laut der vorliegenden Meldung zahlreiche Hassnachrichten gegen den Redakteur. Der ORF-Redaktionsrat bewertet den Vorgang als Überschreitung roter Linien.
Kickl hatte die Anfrage des Journalisten in einem Video aufgegriffen und öffentlich in einen politischen Zusammenhang gestellt. In der Folge richtete sich nach Angaben der Meldung eine Welle von Nachrichten gegen Wagner. Genauere Angaben zur Zahl, zum Inhalt oder zu den Urhebern dieser Nachrichten liegen bislang nicht vor.
Der Fall betrifft damit nicht nur die politische Auseinandersetzung zwischen der FPÖ und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Im Mittelpunkt steht auch die Frage, welche Folgen es haben kann, wenn einzelne Journalisten im Internet öffentlich herausgestellt werden. Der ORF-Redaktionsrat sieht durch das Vorgehen grundlegende Grenzen im politischen Umgang mit Medien und ihren Mitarbeitern berührt.
Die Auseinandersetzung findet vor allem online statt und wird österreichweit wahrgenommen. Aus den vorliegenden Informationen geht nicht hervor, ob gegen einzelne Absender der Hassnachrichten rechtliche Schritte eingeleitet wurden. Ebenso liegen keine näheren Angaben dazu vor, wie der ORF selbst auf die Nachrichten oder das Video reagiert hat.
Der Vorgang reiht sich in eine Kontroverse über politische Einschüchterung und den Schutz journalistischer Arbeit ein. Belastbare Informationen zu weiteren Konsequenzen oder einer Stellungnahme Kickls zu den Vorwürfen sind in den vorliegenden Angaben nicht enthalten. Das berichtete zuerst DER STANDARD.
Kurz zusammengefasst
- Ein Facebook-Video von FPÖ-Chef Herbert Kickl löste in Österreich eine Debatte über Journalistenumgang und Pressefreiheit aus
- Nach einer ORF-Rechercheanfrage verbreiteten sich laut Meldung zahlreiche Hassnachrichten gegen Redakteur Roman Wagner
- Der ORF-Redaktionsrat wertet Kickls Vorgehen als Überschreitung roter Linien und sieht Grenzen im Umgang mit Medien berührt
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