Das UN-Menschenrechtsbüro hat 61 weitere Unternehmen auf eine Liste gesetzt, die Firmen mit mutmaßlicher Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit israelischen Siedlungen im Westjordanland erfasst. Den Unternehmen werden geschäftliche Verbindungen zu den Siedlungen vorgeworfen.
Die Maßnahme betrifft den Umgang mit den Rechten der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten palästinensischen Gebieten. Nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros geht es um Unternehmen, deren wirtschaftliche Aktivitäten oder Geschäftsbeziehungen mit israelischen Siedlungen im Westjordanland in Verbindung stehen sollen.
Mit der Erweiterung umfasst die Liste 61 zusätzliche Unternehmen. Genauere Angaben dazu, um welche Firmen es sich handelt, welche Branchen betroffen sind oder welche konkreten Geschäftsbeziehungen geprüft wurden, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor. Auch Details zu möglichen weiteren Schritten gegen die genannten Unternehmen wurden nicht mitgeteilt.
Die Einordnung beruht auf mutmaßlichen Verstößen beziehungsweise einer mutmaßlichen Beteiligung an Verstößen gegen die Rechte von Palästinenserinnen und Palästinensern. Damit stellt die Aufnahme auf die Liste nach den vorliegenden Angaben zunächst eine Bewertung der Geschäftstätigkeit und der Verbindungen zu den Siedlungen dar. Ob einzelne Unternehmen die Vorwürfe zurückweisen oder Stellungnahmen abgegeben haben, ist nicht bekannt.
Das UN-Menschenrechtsbüro hat seinen Sitz in Genf. Die nun gemeldete Erweiterung der Liste steht im Zusammenhang mit der internationalen Auseinandersetzung über die israelischen Siedlungen im Westjordanland und die Verantwortung von Unternehmen, die dort geschäftlich tätig sind oder entsprechende Verbindungen unterhalten.
Die Meldung wurde zuerst von ABC News International veröffentlicht.
Kurz zusammengefasst
- Das UN-Menschenrechtsbüro setzte 61 weitere Unternehmen auf eine Liste zu mutmaßlichen Menschenrechtsverstößen
- Betroffen sind Firmen mit mutmaßlichen Geschäftsverbindungen zu israelischen Siedlungen im Westjordanland
- Angaben zu Firmennamen, Branchen, geprüften Beziehungen und möglichen weiteren Schritten liegen nicht vor
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