Die Europäische Union plant eine neue Abgabe auf günstige Kleinsendungen von Onlinehändlern. Für die Einfuhr solcher Pakete ist eine Zollpauschale von zwei Euro vorgesehen. Damit sollen nach den vorliegenden Informationen die Kosten gedeckt werden, die bei der Abfertigung der Sendungen entstehen.
Die Maßnahme steht vor dem Hintergrund stark gestiegener Paketmengen aus dem internationalen Onlinehandel. Im Jahr 2025 gelangten rund sechs Milliarden Pakete in die Europäische Union. Die Sendungen kamen vor allem aus China und wurden unter anderem über Plattformen wie Shein, AliExpress und Temu angeboten.
Mit der geplanten Pauschale reagiert die EU auf das wachsende Volumen von Billigimporten. Die Abgabe soll bei der Einfuhr erhoben werden. Genauere Angaben zur konkreten Ausgestaltung, zum Zeitpunkt der Einführung oder zur technischen Abwicklung liegen bislang nicht vor.
Offen ist auch, in welchem Umfang die zusätzlichen Kosten an die Verbraucher weitergegeben werden. Dadurch könnten sich die Preise einzelner Produkte erhöhen. Ob und wie stark dies tatsächlich geschieht, lässt sich nach den vorliegenden Informationen derzeit nicht abschließend beurteilen.
Die geplante Regelung betrifft den Handel mit niedrigpreisigen Waren, die in großer Zahl aus Ländern außerhalb der EU in die Union gelangen. Weitere Einzelheiten zu möglichen Ausnahmen oder zur Anwendung auf bestimmte Warenarten sind bislang nicht bekannt. Das berichtete zuerst Spiegel Online.
Kurz zusammengefasst
- Die EU plant eine Zollpauschale von zwei Euro auf günstige Kleinsendungen aus Nicht-EU-Ländern
- 2025 gelangten rund sechs Milliarden Pakete in die EU, vor allem aus China und über Shein, AliExpress und Temu
- Zeitpunkt, Ausgestaltung und mögliche Weitergabe der Abgabe an Verbraucher sind bislang offen
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