In Cebu City haben Verbraucher-, Arbeits- und Klimagruppen den Rücktritt der philippinischen Energieministerin Sharon Garin gefordert. Zur Begründung verwiesen sie auf die anhaltende Stromkrise in den Visayas, die nach Angaben der Initiatoren bereits in den fünften Monat geht.
Die Forderung wurde am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Cebu City erhoben. Beteiligt waren den vorliegenden Angaben zufolge Vertreter aus drei gesellschaftlichen Bereichen: Verbraucherorganisationen, Gewerkschaften beziehungsweise Arbeitsgruppen sowie Klimagruppen. Sie machten Garin für den Umgang mit den anhaltenden Problemen bei der Energieversorgung verantwortlich und verlangten deshalb ihren Rückzug aus dem Amt.
Die Visayas sind eine Inselgruppe der Philippinen. Welche konkreten Ursachen die aktuelle Stromkrise hat, wie viele Menschen oder Unternehmen betroffen sind und welche Maßnahmen die Regierung bislang ergriffen hat, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Auch genauere Angaben zum Umfang der Versorgungsprobleme liegen bislang nicht vor.
Die Rücktrittsforderung fällt in eine Phase, in der die philippinische Regierung die Energieversorgung bereits auf nationaler Ebene als dringliches Problem eingestuft hat. Präsident Ferdinand Marcos Jr. hatte am 24. März einen nationalen Energie-Notstand ausgerufen. Nach den vorliegenden Angaben erfolgte die Forderung gegen Garin sechs Monate nach dieser Erklärung.
Damit richten die beteiligten Gruppen ihren politischen Druck unmittelbar gegen die Leitung des Energieministeriums. Ob die Regierung auf die Forderung reagieren wird oder ob personelle Konsequenzen geplant sind, ist nicht bekannt. Ebenso liegen keine Angaben dazu vor, ob Garin selbst zu den Vorwürfen Stellung genommen hat.
Über die Forderung der Gruppen berichtete zuerst Inquirer Philippines.
Kurz zusammengefasst
- In Cebu City forderten Verbraucher-, Arbeits- und Klimagruppen den Rücktritt von Energieministerin Sharon Garin
- Die Gruppen verwiesen auf die anhaltende Stromkrise in den Visayas, die bereits in den fünften Monat geht
- Präsident Ferdinand Marcos Jr. hatte am 24. März einen nationalen Energie-Notstand ausgerufen
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