Dschibuti hat angesichts eines Zustroms von Flüchtlingen aus dem Jemen um internationale Unterstützung gebeten. Seit dem Beginn eines Angriffs der Huthi-Miliz entlang der jemenitischen Rotmeerküste Anfang des Monats seien Tausende Menschen über das Rote Meer in das ostafrikanische Land gelangt. Die Ankommenden setzen dabei Boote ein und erreichen vor allem die Region Obock.
Außenminister Abdoulkader Houssein Omar schilderte die Lage am Samstag vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Der Zustrom bringe insbesondere für die Region Obock zusätzliche Belastungen mit sich. Dort treffen die aus dem Jemen geflüchteten Menschen ein und benötigen Unterstützung. Dschibuti appellierte deshalb an die internationale Gemeinschaft, bei der Bewältigung der Situation zu helfen.
Die Fluchtbewegung steht im Zusammenhang mit den Kämpfen an der jemenitischen Küste des Roten Meeres. Nach den vorliegenden Angaben haben seit dem Beginn der Offensive der Huthi-Miliz bereits Tausende Jemeniten die Überfahrt nach Dschibuti gewagt. Weitere Einzelheiten zur Zahl der Neuankömmlinge, zu ihrer Versorgung oder zur Dauer ihres Aufenthalts liegen bislang nicht vor.
In der Meldung wird zudem das Flüchtlingslager Markazi genannt, das von der Entwicklung betroffen ist. Genauere Angaben zu seiner aktuellen Auslastung und zu den dort verfügbaren Hilfsleistungen liegen in den vorliegenden Informationen jedoch nicht vor. Auch ist nicht bekannt, welche konkreten Maßnahmen die internationale Gemeinschaft ergreifen soll oder in welchem Umfang Dschibuti bereits Unterstützung erhält.
Dschibuti liegt am südlichen Ende des Roten Meeres und ist durch seine Lage ein naheliegender Anlaufpunkt für Menschen, die den Jemen auf dem Seeweg verlassen. Die Regierung des Landes macht nun auf die wachsenden Anforderungen in Obock aufmerksam. Das berichtete zuerst Arab News.
Kurz zusammengefasst
- Dschibuti bittet die internationale Gemeinschaft wegen des Zustroms jemenitischer Flüchtlinge um Unterstützung
- Seit Beginn eines Huthi-Angriffs an der jemenitischen Rotmeerküste kamen Tausende per Boot nach Dschibuti
- Die Region Obock und das Flüchtlingslager Markazi sind durch die Ankommenden zusätzlich belastet
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