Die Außenminister Deutschlands und Russlands haben sich in New York erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs zu einem bilateralen Gespräch getroffen. Johann Wadephul und Sergej Lawrow kamen am Rande der Generaldebatte der Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier zusammen. Der Austausch dauerte nach den vorliegenden Angaben gut 20 Minuten und brachte kein positives Ergebnis.
Wadephul bewertete das Gespräch dennoch als sinnvoll. In einem Interview mit den ARD-„Tagesthemen“ erklärte der deutsche Außenminister am Samstag, Gespräche seien gerade mit politischen Gegnern notwendig. Der Umstand, dass die Positionen beider Seiten offenbar weit auseinanderliegen, sei daher kein Grund gewesen, auf ein Treffen zu verzichten.
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27.09.2026Das Gespräch war die erste bilaterale Begegnung der Außenminister beider Länder seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine. Weitere Einzelheiten zu den Inhalten des Austauschs wurden zunächst nicht bekannt. Auch Angaben dazu, ob konkrete Themen oder mögliche nächste Schritte vereinbart wurden, liegen bislang nicht vor.
Der Rahmen des Treffens war die Generaldebatte der Vereinten Nationen in New York. Dort kommen Vertreter zahlreicher Staaten zu Gesprächen zusammen. Das Treffen zwischen Wadephul und Lawrow fand nach den vorliegenden Informationen am Rande dieser Beratungen statt und nicht als Teil eines öffentlich bekanntgegebenen Ergebnisses.
Wadephuls Einschätzung zufolge hatte der Austausch damit vor allem Bedeutung als Gesprächskanal. Einen Durchbruch oder eine Annäherung in strittigen Fragen stellte der deutsche Außenminister nicht fest. Welche konkreten Punkte zwischen den beiden Ministern erörtert wurden, blieb ebenso offen wie die Frage, ob der Kontakt fortgesetzt werden soll.
Das berichteten die Salzburger Nachrichten zuerst.
Kurz zusammengefasst
- Johann Wadephul und Sergej Lawrow trafen sich in New York erstmals seit Kriegsbeginn bilateral
- Das Gespräch am Rande der UN-Generaldebatte dauerte gut 20 Minuten und brachte kein positives Ergebnis
- Wadephul bezeichnete den Austausch trotz großer Differenzen als sinnvoll und wichtigen Gesprächskanal
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