In Johannesburg sind am vergangenen Wochenende zwei weitere Frauen tot aufgefunden worden. Damit steigt die Zahl der Frauen, die innerhalb von zwei Monaten in derselben Kommune getötet wurden, auf elf. Die Häufung der Fälle hat in Südafrika die Sorge ausgelöst, dass ein Serienmörder oder mehrere Täter für die Taten verantwortlich sein könnten.
Nach den bislang vorliegenden Angaben waren die meisten Opfer zwischen 20 und 39 Jahre alt. Einige der Frauen wurden teilweise unbekleidet entdeckt. Zudem gab es bei einigen Leichen Hinweise auf sexuelle Gewalt. Ob die Fälle tatsächlich miteinander zusammenhängen, ist bislang nicht bestätigt. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.
Die Behörden haben eine Belohnung von 25.000 US-Dollar für Informationen ausgesetzt, die zur Festnahme des oder der mutmaßlichen Täter führen. Genauere Angaben zu den einzelnen Tatorten, zum Ermittlungsstand oder zu möglichen Verdächtigen liegen zunächst nicht vor. Auch ist unklar, ob die beiden zuletzt gefundenen Frauen zu den Fällen gehören, bei denen Hinweise auf sexuelle Gewalt festgestellt wurden.
Die Zahl der Toten hat landesweit Empörung ausgelöst. Südafrika zählt zu den Ländern mit besonders hohen Raten geschlechtsspezifischer Gewalt. Die aktuellen Fälle rücken damit nicht nur die Ermittlungen in Johannesburg, sondern auch die anhaltende Gewalt gegen Frauen im Land erneut in den Mittelpunkt.
Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung, die zur Aufklärung der Taten beitragen können. Ob bereits konkrete Informationen eingegangen sind oder wie viele Ermittler an den Fällen arbeiten, wurde in den vorliegenden Angaben nicht mitgeteilt. Ebenso gibt es bislang keine bestätigte Aussage dazu, ob die Behörden von einem einzelnen Täter ausgehen oder mehrere Verantwortliche prüfen.
Über die Entwicklung der Fälle und die Reaktionen auf die Gewalt gegen Frauen berichtete zunächst France 24 English. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International South Africa war in diesem Zusammenhang ebenfalls vertreten; Tegan Snayman wurde als Mitarbeiterin für Forschung, Kampagnen und Kommunikation genannt.
Kurz zusammengefasst
- In Johannesburg wurden am Wochenende zwei weitere Frauen tot gefunden; damit stieg die Zahl binnen zwei Monaten auf elf
- Die Häufung nährt den Verdacht auf einen Serienmörder oder mehrere Täter, ein Zusammenhang ist aber bislang unbestätigt
- Die meisten Opfer waren 20 bis 39 Jahre alt; bei einigen gab es Hinweise auf sexuelle Gewalt
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