Die US-Regierung hat einen Vorschlag Irans zur Beendigung des laufenden Krieges zurückgewiesen. Nach Darstellung des amerikanischen UN-Botschafters Mike Waltz gingen die iranischen Forderungen zu weit, weil Teheran eine umfassende wirtschaftliche Entlastung verlangt habe, bevor weitere Schritte vereinbart worden seien. Waltz äußerte sich dazu in einem Interview mit dem US-Sender CNN.
Nach seinen Angaben forderte Iran unter anderem die Aufhebung von Sanktionen in Milliardenhöhe. Die Vereinigten Staaten hätten den Vorschlag deshalb nicht als Verhandlungsangebot akzeptiert, das auf gegenseitigen Zugeständnissen beruhe. Waltz stellte die iranische Position als Versuch dar, zunächst weitreichende Erleichterungen zu erhalten und erst danach über weitere Bedingungen zu sprechen.
Damit bestätigte der UN-Botschafter im Wesentlichen die Darstellung von US-Präsident Donald Trump, der sich bereits am Samstag zu dem Vorgang geäußert hatte. Trump hatte den iranischen Vorschlag ebenfalls mit dem Hinweis zurückgewiesen, Iran habe die Aufhebung umfangreicher Sanktionen zur Voraussetzung für ein Ende des Konflikts gemacht. Weitere Einzelheiten zu den konkreten iranischen Forderungen oder zum genauen Ablauf der Kontakte zwischen beiden Seiten wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.
Im Mittelpunkt des Konflikts steht auch die Lage an der Straße von Hormus. Die USA setzen nach Angaben aus dem US-Regierungsumfeld auf eine wirtschaftliche Blockade, um Druck auf Iran auszuüben. Ziel sei es, das Land dazu zu bewegen, seine Angriffe auf Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge einzustellen. Die Straße von Hormus ist damit nicht nur Schauplatz militärischer Spannungen, sondern auch zentral für die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des Krieges.
Waltz’ Äußerungen deuten darauf hin, dass die Positionen beider Seiten weiterhin deutlich auseinanderliegen. Während die US-Regierung eine Änderung des iranischen Vorgehens gegen Schiffe zur Voraussetzung für weiteren Druckabbau macht, verlangt Iran demnach zunächst eine weitgehende Lockerung der gegen das Land verhängten Sanktionen. Ob und unter welchen Bedingungen die Gespräche fortgesetzt werden können, bleibt in den vorliegenden Informationen offen.
Genauere Angaben dazu, wann der iranische Vorschlag übermittelt wurde, wer an den Verhandlungen beteiligt war und welche weiteren Punkte er enthielt, liegen bislang nicht vor. Auch ist nicht bekannt, ob es neben dem von Waltz beschriebenen Vorstoß weitere diplomatische Kontakte oder neue Vermittlungsangebote gibt.
Über die Aussagen des US-Botschafters und die Zurückweisung des iranischen Vorschlags berichtete zuerst The Guardian World.
Kurz zusammengefasst
- Die US-Regierung wies Irans Vorschlag zurück, weil Teheran zunächst eine umfassende wirtschaftliche Entlastung verlangte
- Iran verlangte laut Mike Waltz unter anderem die Aufhebung von Sanktionen in Milliardenhöhe
- Die USA setzen auf eine wirtschaftliche Blockade, um Iran zum Ende der Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus zu bewegen
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