Syrien hat nach eigenen Angaben in dieser Woche mit der Lieferung von importiertem Benzin an den Irak begonnen. Der Transport erfolgt über das Ölterminal Banias an der syrischen Mittelmeerküste. Grundlage ist ein erneuerbares Abkommen, das die Energieversorgung des Irak angesichts von Störungen im Seeverkehr sichern soll.
Die syrische staatliche Nachrichtenagentur SANA berichtete, die Syrian Petroleum Company habe den Transport des für den Irak importierten Benzins aufgenommen. Vereinbart worden sei eine Laufzeit von drei Monaten, die erneuert werden könne. Genauere Angaben zu den gelieferten Mengen, den Transportwegen nach dem Umschlag in Banias oder zu den finanziellen Bedingungen liegen bislang nicht vor.
Die Vereinbarung steht im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten auf die Schifffahrt. Nach den vorliegenden Angaben hatte der Irak Monate zuvor begonnen, sein Öl über Syrien auszuführen, nachdem die Konflikte den Verkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hatten. Nun nutzt Syrien den eigenen Terminal demnach auch für die Versorgung des Nachbarlandes mit importiertem Benzin.
Die Straße von Hormus ist eine wichtige maritime Verbindung für den Transport von Energierohstoffen. Die vorliegende Meldung nennt jedoch keine Einzelheiten zu Art und Umfang der aktuellen Behinderungen. Auch ist nicht bekannt, aus welchem Land das nach Syrien eingeführte Benzin stammt.
Das berichtete zuerst Arab News unter Berufung auf Angaben der syrischen staatlichen Nachrichtenagentur SANA.
Kurz zusammengefasst
- Syrien hat diese Woche begonnen, importiertes Benzin über das Ölterminal Banias an den Irak zu liefern
- Das erneuerte Abkommen läuft drei Monate und kann verlängert werden
- Angaben zu Mengen, Transportwegen nach Banias und finanziellen Bedingungen fehlen bislang
Kommentare (0)