In Sudan sind am Sonntag zwei Städte von Angriffen getroffen worden. Das berichteten Augenzeugen. Die Attacken ereigneten sich einen Tag, nachdem der sudanesische Armeechef Abdel Fattah al-Burhan erklärt hatte, den seit Jahren andauernden Krieg gegen die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) fortsetzen zu wollen. Angaben zu den betroffenen Städten, dem genauen Ablauf der Angriffe oder möglichen Opfern liegen bislang nicht vor.
Der Zeitpunkt der Angriffe fällt in eine Phase wachsenden internationalen Drucks auf die Konfliktparteien. Burhans Haltung gilt dabei als demonstrative Zurückweisung von Forderungen nach einer Waffenruhe. Zuvor war es im Zusammenhang mit einem US-Visum zu einer Zurückweisung gekommen. Genauere Angaben zu den Umständen dieser Entscheidung liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Der Krieg in Sudan begann im April 2023. Auslöser war ein Machtkampf zwischen Burhan und seinem damaligen Stellvertreter Mohamed Hamdan Dagalo, dem Kommandeur der RSF. Der politische Konflikt eskalierte zu einem bewaffneten Krieg zwischen der Armee und der paramilitärischen Truppe. Nach den vorliegenden Angaben hat der Konflikt bereits Zehntausende Menschen das Leben gekostet.
Die neuen Angriffe unterstreichen, dass eine Beendigung der Kämpfe trotz des internationalen Drängens weiterhin nicht erreicht ist. Welche Seite für die Attacken in den beiden Städten verantwortlich ist, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Ebenso ist unklar, ob es sich um Luftangriffe oder eine andere Form von Beschuss handelte.
Burhan führt die sudanesische Armee in dem Machtkampf gegen die RSF unter Mohamed Hamdan Dagalo. Beide Lager stehen seit Beginn des Krieges im Zentrum des Konflikts. Weitere Einzelheiten zur aktuellen militärischen Lage oder zu möglichen diplomatischen Reaktionen sind bislang nicht bekannt. Über die Angriffe berichtete Arab News unter Berufung auf Augenzeugenangaben gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Kurz zusammengefasst
- Augenzeugen berichten von Angriffen auf zwei sudanesische Städte, doch Details zu Ablauf und möglichen Opfern fehlen
- Armeechef Abdel Fattah al-Burhan will den Krieg gegen die RSF trotz internationaler Forderungen nach einer Waffenruhe fortsetzen
- Der seit April 2023 andauernde Machtkampf zwischen Armee und RSF kostete nach vorliegenden Angaben Zehntausende Menschen das Leben
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