Regulatorische Belastungen bremsen nach Einschätzung vieler Unternehmen in sieben EU-Staaten wichtige Investitionen. In einer Umfrage der Stiftung Familienunternehmen gaben 83 Prozent der befragten Betriebe an, dass zu viel Bürokratie ihre unternehmerischen Vorhaben hemme.
Betroffen sind demnach mehrere zentrale Bereiche der Unternehmensentwicklung. Genannt werden Investitionen in Digitalisierung und Informationstechnologie ebenso wie die Erschließung neuer Märkte. Auch der Ausbau der eigenen Infrastruktur sowie die Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden durch die regulatorischen Anforderungen beeinträchtigt, wie aus den Ergebnissen hervorgeht.
Die Befragung bezieht sich auf Unternehmen in sieben Ländern der Europäischen Union. Welche Staaten im Einzelnen untersucht wurden, wie viele Betriebe teilgenommen haben und wann die Umfrage durchgeführt wurde, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Auch genauere Informationen zur Zusammensetzung der befragten Unternehmen liegen bislang nicht vor.
Das Ergebnis deutet darauf hin, dass Bürokratie aus Sicht der Unternehmen nicht nur den laufenden Verwaltungsaufwand erhöht. Nach ihrer Einschätzung wirkt sie sich auch auf Entscheidungen aus, die für die weitere Entwicklung der Betriebe relevant sind. Dazu zählen der Einsatz neuer Technologien, Investitionen in betriebliche Strukturen, die Expansion über bestehende Märkte hinaus und die Qualifizierung der Beschäftigten.
Die Angaben machen zugleich keine Aussage darüber, welche konkreten Vorschriften oder Verfahren von den Unternehmen als besonders belastend empfunden werden. Ebenso bleibt offen, ob sich die Wahrnehmung zwischen den sieben EU-Staaten deutlich unterscheidet. Fest steht nach den veröffentlichten Umfragedaten lediglich, dass eine große Mehrheit der befragten Betriebe regulatorische Belastungen mit Einschränkungen bei wichtigen Investitionsfeldern verbindet.
Die Umfrage wurde von der Stiftung Familienunternehmen durchgeführt. Das berichteten zuerst die Salzburger Nachrichten.
Kurz zusammengefasst
- 83 Prozent der befragten Unternehmen sehen Bürokratie als Hemmnis für ihre unternehmerischen Vorhaben
- Regulatorische Anforderungen bremsen Investitionen in Digitalisierung, neue Märkte, Infrastruktur und Mitarbeiterausbildung
- Die Umfrage der Stiftung Familienunternehmen erfasste Betriebe in sieben EU-Staaten, deren Namen nicht genannt werden
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