Die Preise für Getreide-Futures sind nach den von den USA und China angekündigten Zollsenkungen leicht zurückgegangen. An den Agrarmärkten richtet sich die Aufmerksamkeit nun darauf, ob den politischen Vereinbarungen auch konkrete Käufe Chinas folgen. Händler warten bislang auf belastbare Signale für die weitere Entwicklung des Handels mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen.
Washington und Peking haben Pläne vorgestellt, die Zölle auf eine Reihe von Agrarprodukten zu senken. Die Ankündigungen erfolgten im Anschluss an ein Treffen der beiden Staats- und Regierungschefs Donald Trump und Xi Jinping in der vergangenen Woche. Welche Produkte genau von den Zollsenkungen betroffen sind und in welchem Umfang die Maßnahmen umgesetzt werden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Für die Getreidemärkte allein reichen politische Zusagen offenbar noch nicht aus, um eine klare Aufwärtsbewegung auszulösen. Entscheidend ist aus Sicht der Händler, ob China als Folge der Vereinbarungen tatsächlich neue Bestellungen aufgibt. Solange entsprechende Kaufaktivitäten nicht erkennbar sind, bleibt die Reaktion der Marktteilnehmer vorsichtig.
Die Entwicklung ist für die internationalen Agrarmärkte von Bedeutung, weil Veränderungen im Handel zwischen den beiden größten Volkswirtschaften die Erwartungen an Nachfrage und Lieferströme beeinflussen können. Konkrete Angaben zu bereits abgeschlossenen Geschäften, zu den betroffenen Mengen oder zu einem Zeitplan für die Zollsenkungen liegen bislang nicht vor. Ebenso ist unklar, wann sich mögliche Käufe in den Marktdaten widerspiegeln könnten.
Damit bleibt zunächst abzuwarten, ob die angekündigte handelspolitische Annäherung in tatsächliche Nachfrage nach US-Agrarprodukten mündet. Die Marktteilnehmer beobachten deshalb vor allem die nächsten Hinweise auf chinesische Importentscheidungen. Das berichtete zuerst Bloomberg Markets unter Berufung auf den Bloomberg-Kanal.
Kurz zusammengefasst
- Die Preise für Getreide-Futures gaben nach angekündigten Zollsenkungen der USA und Chinas leicht nach
- Händler warten auf konkrete chinesische Bestellungen, da politische Zusagen allein keine klare Aufwärtsbewegung auslösen
- Unklar bleibt, welche Agrarprodukte und Mengen betroffen sind und wann die Zollsenkungen umgesetzt werden
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