Die russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew erfolgen nach Angaben von WELT inzwischen rund um die Uhr. Besonders problematisch sei eine veränderte Vorgehensweise, durch die Einschläge teils ohne vorherige oder rechtzeitig wahrnehmbare Luftwarnung registriert würden. Dadurch werde die Lage für die Bevölkerung und die ukrainischen Einsatzkräfte schwerer vorhersehbar.
Nach Einschätzung des WELT-Korrespondenten Christoph Wanner liegt ein wesentlicher Unterschied zur bisherigen Situation darin, dass Angriffe nicht mehr zuverlässig durch einen Luftalarm angekündigt würden. Wo und wann ein Einschlag erfolge, sei dadurch schwieriger einzuschätzen. Genauere Angaben zu einzelnen Angriffen, möglichen Schäden oder Verletzten liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Die neue Vorgehensweise stellt nach Darstellung des Korrespondenten auch die ukrainischen Soldaten vor zusätzliche Belastungen. Sie müssten fortlaufend auf mögliche Drohnen reagieren und diese verfolgen. Der dauerhafte Einsatz halte die Kräfte ständig beschäftigt und könne sie dadurch zunehmend zermürben. Wanner beschreibt die Situation als besonders unberechenbar.
Die vorliegenden Angaben beziehen sich auf russische Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew. Weitere Einzelheiten zu den eingesetzten Waffen, zum zeitlichen Ablauf der Angriffe oder zu Gegenmaßnahmen der ukrainischen Seite sind bislang nicht bekannt. Auch lässt sich aus den Informationen nicht ableiten, ob die veränderte Taktik bei allen Angriffen oder nur bei einem Teil der Attacken eingesetzt wird.
Das berichtete zuerst WELT.
Kurz zusammengefasst
- Russische Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew erfolgen nach WELT-Angaben inzwischen rund um die Uhr
- Einschläge werden teils ohne vorherige oder rechtzeitig wahrnehmbare Luftwarnung registriert
- Ukrainische Soldaten müssen fortlaufend Drohnen verfolgen, was ihre Kräfte zunehmend zermürben kann
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