Schulen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad haben kurzfristig angekündigt, den Unterricht für eine Woche aus der Ferne abzuhalten. Eltern erhielten am Sonntag entsprechende Mitteilungen. Eine offizielle Begründung für die Maßnahme wurde zunächst nicht genannt.
Die Umstellung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in der Golfregion. Zugleich kommt es nach vorliegenden Informationen nahezu täglich zu Angriffen auf Saudi-Arabien, die von den mit Iran verbundenen Huthi-Kämpfern im Jemen ausgehen sollen. Ob die Sicherheitslage unmittelbar der Anlass für die Entscheidung der Schulen war, blieb zunächst offen.
Die Mitteilungen an die Eltern kündigten demnach einen kurzfristigen Wechsel vom Präsenz- zum Onlineunterricht an. Weitere Einzelheiten zur Umsetzung, etwa zu den betroffenen Schulen, den technischen Abläufen oder möglichen Auswirkungen auf Prüfungen und Betreuungsangebote, wurden nicht bekannt. Auch ist zunächst unklar, ob die Regelung ausschließlich Schulen in Riad betrifft oder auf weitere Teile des Landes ausgeweitet werden könnte.
Der Schritt zeigt, dass die angespannte regionale Sicherheitslage auch den Alltag in Saudi-Arabien beeinflusst. Für Familien bedeutet die kurzfristige Änderung, dass der Schulbesuch vor Ort vorübergehend entfällt und der Unterricht von zu Hause aus organisiert werden muss. Genauere Angaben zu den Gründen und zu einer möglichen Verlängerung der Maßnahme liegen bislang nicht vor.
Saudi-Arabien ist wiederholt Ziel von Angriffen geworden, die den Huthi im Jemen zugeschrieben werden. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit den anhaltenden Spannungen am Golf. Die jüngste Entscheidung der Schulen wurde jedoch nicht ausdrücklich mit einem konkreten Angriff oder einer einzelnen Sicherheitswarnung begründet.
Das berichtete zuerst France 24 English.
Kurz zusammengefasst
- Schulen in Riad verlegen den Unterricht kurzfristig für eine Woche ins Internet
- Eltern wurden am Sonntag informiert; eine offizielle Begründung gab es zunächst nicht
- Die Maßnahme folgt auf wachsende Golfspannungen und fast tägliche, den Huthi zugeschriebene Angriffe
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