Ein UN-Gesandter hat die Gewalt israelischer Siedler gegen Palästinenser im von Israel besetzten Westjordanland scharf kritisiert. Die Übergriffe hätten ein beispielloses Ausmaß erreicht, hieß es. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden zwischen Juni und September mehr als 600 Angriffe registriert.
Bei den Vorfällen handelt es sich nach den vorliegenden Informationen um Angriffe von Siedlern auf Palästinenser. Viele dieser Übergriffe sollen im Beisein israelischer Soldaten stattgefunden haben. Genauere Angaben zu den einzelnen Vorfällen, etwa zu möglichen Verletzten oder Schäden, liegen bislang nicht vor.
Die Zahlen beziehen sich auf einen Zeitraum von vier Monaten und umfassen das gesamte Westjordanland. Die UN-Angaben machen zugleich deutlich, dass die Gewalt nicht auf einzelne Ereignisse begrenzt ist. Der UN-Gesandte bewertete die Entwicklung als beispiellos, ohne dass in der vorliegenden Meldung weitere Einzelheiten zu seiner Einordnung genannt werden.
Unklar bleibt anhand der verfügbaren Informationen auch, welche konkreten Maßnahmen nach den Angriffen ergriffen wurden oder wie die israelischen Behörden auf die Vorwürfe reagieren. Eine weitergehende Bewertung der Hintergründe und Folgen ist daher auf Grundlage der vorliegenden Angaben nicht möglich.
Das berichtete zuerst Zeit Online.
Kurz zusammengefasst
- Die UN registrierten zwischen Juni und September mehr als 600 Siedlerangriffe auf Palästinenser im Westjordanland
- Viele der Übergriffe sollen im Beisein israelischer Soldaten stattgefunden haben
- Ein UN-Gesandter bezeichnete das Ausmaß der Siedlergewalt als beispiellos
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