Der britische Verteidigungsminister Wes Streeting hat Großbritannien und Europa zu einem entschlosseneren Auftreten in Sicherheits- und Verteidigungsfragen aufgefordert. Beide müssten eine abwartende Haltung überwinden und ihre sicherheitspolitischen Interessen aktiver vertreten, erklärte Streeting nach einem Bericht von POLITICO Europe.
Zugleich wies der britische Minister Einschätzungen zurück, wonach sich die Vereinigten Staaten aus Europa zurückzögen. Anlass für solche Befürchtungen ist dem Bericht zufolge eine Überprüfung der amerikanischen militärischen Fähigkeiten auf dem europäischen Kontinent. Streeting stellte diese Überprüfung jedoch nicht als Beleg für eine grundsätzliche Abkehr der USA von Europa dar.
Weitere Einzelheiten zu den von ihm geforderten Maßnahmen oder zu den konkreten amerikanischen Fähigkeiten, deren Überprüfung im Mittelpunkt steht, wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt. Unklar bleibt damit auch, welche politischen oder militärischen Schritte Streeting von Großbritannien und den europäischen Staaten erwartet.
Die Äußerungen fallen in den Bereich der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Streetings Botschaft verbindet dabei zwei Positionen: Europa solle seine eigene sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit stärken, zugleich sollten Überprüfungen amerikanischer Kapazitäten nicht vorschnell als vollständiger Rückzug der USA interpretiert werden.
Das berichtete zuerst POLITICO Europe.
Kurz zusammengefasst
- Wes Streeting fordert Großbritannien und Europa zu mehr Eigenständigkeit in Sicherheits- und Verteidigungsfragen auf
- Streeting weist die Einschätzung zurück, die USA zögen sich grundsätzlich aus Europa zurück
- Eine Überprüfung amerikanischer Militärfähigkeiten in Europa löste Befürchtungen über einen US-Rückzug aus
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