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USA entzieht mehreren lateinamerikanischen Akteuren Visa

Die Vereinigten Staaten verschärfen nach einem Bericht von EL PAÍS América ihr Vorgehen gegen einflussreiche Personen aus Lateinamerika. Besonders betroffen ist Boliviens Generalstaatsanwalt Roger Mariaca.

USA entzieht mehreren lateinamerikanischen Akteuren Visa
Foto: robertaengland · Pixabay
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Die Vereinigten Staaten gehen nach einem Bericht von EL PAÍS América erneut gegen einflussreiche Akteure aus Lateinamerika vor. Von Maßnahmen zum Entzug von Visa sind demnach Richter, Staatsanwälte, Unternehmer und Politiker betroffen. Als besonders prominenter Fall wird der bolivianische Generalstaatsanwalt Roger Mariaca genannt.

Mariaca soll von den US-Maßnahmen besonders betroffen sein. Dem Bericht zufolge wird ihm vorgeworfen, Bestechungsgelder angenommen und den Drogenhandel begünstigt zu haben. Genauere Angaben dazu, auf welche konkreten Vorgänge sich diese Vorwürfe beziehen, liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

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Die Visa-Entzüge richten sich damit nicht nur gegen Amtsträger aus dem Justizbereich. Auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik sollen in den Anwendungsbereich der neuen Maßnahmen fallen. Die Vereinigten Staaten setzen damit ein Instrument der Außenpolitik ein, das den betroffenen Personen die Einreise in das Land erschweren oder verwehren kann.

Ein einzelner Ort oder ein konkretes Ereignis steht dabei nicht im Mittelpunkt. Die Maßnahmen betreffen vielmehr die Beziehungen zwischen den USA und mehreren Ländern Lateinamerikas. Welche weiteren Personen betroffen sind, aus welchen Ländern sie stammen und wie viele Visa insgesamt entzogen wurden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

Auch zu einer möglichen Reaktion der betroffenen Regierungen oder der genannten Personen liegen bislang keine Informationen vor. Unklar bleibt zudem, ob die USA die Vorwürfe gegen die Betroffenen öffentlich im Einzelnen begründet haben oder welche weiteren Schritte geplant sind.

Der Fall des bolivianischen Generalstaatsanwalts steht nach dem Bericht beispielhaft für das Vorgehen gegen Personen, denen Korruption oder eine Unterstützung krimineller Strukturen vorgeworfen wird. Eine gerichtliche Bewertung der Anschuldigungen ist in den vorliegenden Informationen nicht genannt.

Über die neue US-Maßnahmen gegen Richter, Staatsanwälte, Unternehmer und Politiker in Lateinamerika berichtete zuerst EL PAÍS América.

Kurz zusammengefasst

  • Die USA entziehen mehreren Richtern, Staatsanwälten, Unternehmern und Politikern aus Lateinamerika Visa
  • Der bolivianische Generalstaatsanwalt Roger Mariaca soll Bestechungsgelder angenommen und den Drogenhandel begünstigt haben
  • Unklar bleibt, wie viele Visa entzogen wurden und wie die betroffenen Regierungen oder Personen reagieren
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