Eine Sabotageaktion hat eine Gasleitung in der syrischen Provinz Deir ez-Zor außer Betrieb gesetzt. Der Vorfall ist der jüngste bekannte Angriff auf die Energieinfrastruktur im Osten des Landes und verschärft den Druck auf einen ohnehin stark belasteten Energiesektor.
Nach den vorliegenden Informationen werden die Überreste der sogenannten Terrororganisation Islamischer Staat (IS) für den Angriff verantwortlich gemacht. Die Gruppe hat demnach auch nach dem Sturz von Baschar al-Assad weiterhin Energieanlagen ins Visier genommen. Genauere Angaben zum Ablauf der Sabotage, zu möglichen Opfern oder zum Umfang der Schäden liegen bislang nicht vor.
Die Provinz Deir ez-Zor befindet sich im Osten Syriens und zählt zu den Gebieten, in denen Energieanlagen wiederholt angegriffen wurden. Der Ausfall der Gasleitung trifft einen Sektor, dessen Leistungsfähigkeit bereits deutlich unter dem Niveau der Vorkriegszeit liegt. Syrien fördert nach den vorliegenden Angaben nur noch einen Bruchteil der damaligen Gasmenge.
Gleichzeitig ist der Bedarf an Energie im Land gestiegen. Damit wächst die Bedeutung der vorhandenen Infrastruktur, während jeder weitere Angriff die Versorgungslage zusätzlich belasten kann. Ob und wann die beschädigte Leitung wieder in Betrieb genommen werden kann, ist derzeit nicht bekannt.
Das berichtete zuerst Euronews.
Kurz zusammengefasst
- Eine Sabotageaktion setzte eine Gasleitung in der syrischen Provinz Deir ez-Zor außer Betrieb
- Die Überreste des Islamischen Staates werden für den Angriff verantwortlich gemacht
- Unklar ist, wann die beschädigte Leitung repariert und wieder in Betrieb genommen werden kann
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