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Imamsrat verurteilt Aufruf eines Predigers zu bewaffnetem Vorgehen

Der australische Imamsrat zeigt sich tief besorgt über Äußerungen eines Predigers aus Melbourne. Dieser soll Anhänger zu bewaffnetem Vorgehen gegen seine Gegner aufgefordert und vor Freundschaften mit Juden und Christen gewarnt haben.

Imamsrat verurteilt Aufruf eines Predigers zu bewaffnetem Vorgehen
Foto: MemoTravels · Pixabay
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Der australische Nationale Imamsrat hat Äußerungen eines islamischen Predigers aus Melbourne verurteilt, der seine Anhänger Medienberichten zufolge zu bewaffnetem Vorgehen gegen seine Gegner aufgefordert haben soll. Zugleich soll der Prediger davor gewarnt haben, Juden und Christen als Freunde zu betrachten. Der Verband der Imame erklärte, er sei über die Berichte tief besorgt.

Die Äußerungen stammen demnach aus einer Predigt, die im Juli gehalten worden sein soll. Der Prediger tritt unter dem Namen Abu Ahmad auf und ist in Melbourne im Bundesstaat Victoria tätig. Genauere Angaben zu seiner Identität, dem Ort der Predigt oder möglichen rechtlichen Konsequenzen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.

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Der Imamsrat reagierte mit einer öffentlichen Stellungnahme auf die Berichterstattung von Nine Newspapers. Der Verband distanzierte sich damit von den bekannt gewordenen Aussagen und machte deutlich, dass er die darin enthaltene Aufforderung zu Gewalt sowie die Äußerungen über Juden und Christen ernst nimmt. Weitere Einzelheiten zum Inhalt der Stellungnahme oder zu möglichen internen Konsequenzen wurden zunächst nicht genannt.

Die unabhängige Abgeordnete Allegra Spender erklärte, die Äußerungen unterstrichen die Notwendigkeit eines stärkeren Schutzes vor Hassrede in Australien. Damit wird die Debatte über den Umgang mit Äußerungen verschärft, die religiöse Gruppen abwerten oder zu Gewalt gegen Gegner aufrufen. Ob Behörden den Vorgang prüfen oder bereits Maßnahmen eingeleitet haben, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.

Der Fall fällt in eine Zeit, in der öffentliche Aussagen religiöser Akteure und der Umgang mit extremistischer Rhetorik in Australien besondere Aufmerksamkeit erhalten. Der Imamsrat ist die wichtigste landesweite Organisation der Imame in Australien. Zu konkreten weiteren Schritten des Verbands im Zusammenhang mit den Äußerungen von Abu Ahmad liegen bislang keine Angaben vor.

Auch ist nicht bekannt, ob der Prediger die berichteten Aussagen inzwischen erläutert oder zurückgenommen hat. Die verfügbaren Informationen stützen sich auf Medienberichte über die Predigt und die anschließende Reaktion des Imamsrats. Das berichtete zuerst The Guardian World unter Berufung auf die Berichterstattung von Nine Newspapers.

Kurz zusammengefasst

  • Der australische Nationale Imamsrat verurteilt Berichte über einen Prediger, der zu bewaffnetem Vorgehen gegen Gegner aufgerufen haben soll
  • Die Predigt von Abu Ahmad soll im Juli gehalten worden sein und davor gewarnt haben, Juden und Christen als Freunde zu betrachten
  • Die unabhängige Abgeordnete Allegra Spender fordert wegen der Äußerungen besseren Schutz vor Hassrede in Australien
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