Die Pflege durch Angehörige kostet die Schweizer Krankenversicherungen in diesem Jahr voraussichtlich rund 350 Millionen Franken. Der Nationalrat hat deshalb schärfere Regeln für die Angehörigenpflege beschlossen. Nach der Neuregelung dürfte die finanzielle Belastung der Versicherungen sinken.
Angehörige können in der Schweiz für Pflegeleistungen vergütet werden. Daraus ist nach den vorliegenden Informationen ein lukratives Geschäftsmodell entstanden. Die Entwicklung hat die Kosten für die Krankenversicherungen deutlich erhöht und eine politische Debatte über die geltenden Rahmenbedingungen ausgelöst.
Mit dem Beschluss reagiert der Nationalrat auf diese Entwicklung. Welche konkreten Änderungen die strengeren Regeln umfassen, geht aus den vorliegenden Angaben allerdings nicht hervor. Auch ist nicht bekannt, wann die Neuregelung in Kraft treten soll und in welchem Umfang die Ausgaben tatsächlich zurückgehen werden.
Fest steht nach der Einschätzung im Zusammenhang mit dem Beschluss, dass der bisherige Betrag von rund 350 Millionen Franken künftig sinken dürfte. Die Summe bezieht sich auf die erwarteten Kosten der Angehörigenpflege für das laufende Jahr und wird von den Krankenversicherungen getragen.
Weitere Einzelheiten zum Beschluss des Nationalrats sowie zum weiteren politischen Verfahren liegen bislang nicht vor. Über die Entscheidung berichtete zuerst die NZZ.
Kurz zusammengefasst
- Der Nationalrat hat strengere Regeln für die vergütete Pflege durch Angehörige beschlossen
- Die Angehörigenpflege kostet Krankenversicherungen im laufenden Jahr voraussichtlich rund 350 Millionen Franken
- Welche Änderungen gelten und wann sie in Kraft treten, ist bislang nicht bekannt
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