Bundeskanzler Friedrich Merz sieht derzeit keine ernsthafte Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine. Als Hinweis darauf wertet er das Gespräch von Außenminister Johann Wadephul mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Nach Merz’ Einschätzung hat Russland damit erkennen lassen, dass es an einem substanziellen Dialog nicht interessiert ist.
Das Gespräch zwischen Wadephul und Lawrow steht damit aus Sicht des Kanzlers für eine Absage an ernsthafte Verhandlungen. Weitere Einzelheiten zu Verlauf, Inhalten oder möglichen Ergebnissen des Austauschs liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Merz bekräftigte zugleich die Unterstützung Deutschlands für die Ukraine. Diese solle nicht auf militärische Hilfe beschränkt bleiben, sondern auch politische und finanzielle sowie wirtschaftliche Unterstützung umfassen. Damit stellte der Bundeskanzler klar, dass Deutschland die Ukraine trotz der aus seiner Sicht fehlenden russischen Gesprächsbereitschaft weiter unterstützen will.
Welche konkreten weiteren Maßnahmen daraus folgen könnten, ist bislang nicht bekannt. Auch Angaben zu möglichen nächsten diplomatischen Schritten oder zu einer Reaktion der russischen Seite liegen nicht vor. Das berichtete zuerst die WELT.
Kurz zusammengefasst
- Friedrich Merz sieht derzeit keine ernsthafte Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen über den Krieg in der Ukraine
- Das Gespräch von Außenminister Johann Wadephul mit Sergej Lawrow wertet Merz als Hinweis auf fehlendes Interesse an Dialog
- Deutschland will die Ukraine weiterhin politisch, finanziell, wirtschaftlich und militärisch unterstützen
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