Der britische Premierminister Burnham hat angedeutet, dass Überlegungen zu einer Rückkehr des Vereinigten Königreichs in die Europäische Union künftig geprüft werden könnten. Damit öffnet sich innerhalb der Labour-Partei eine Debatte über den langfristigen Kurs des Landes gegenüber der EU – rund zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum.
Burnham erklärte demnach, er werde einen Vorstoß zur erneuten Annäherung an die EU in Betracht ziehen. Zugleich sagte der Premierminister, Labour könne bei der Frage, welche politischen Schritte möglich seien, „bis zum Äußersten gehen“. Genauere Angaben dazu, welche konkreten Maßnahmen oder politischen Ziele damit gemeint sind, liegen bislang nicht vor.
Die Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Folgen des Brexit und das Verhältnis zwischen London und Brüssel erneut politisch diskutiert werden. Eine formelle Entscheidung über einen Antrag auf Wiederaufnahme in die EU wurde nicht bekannt. Auch ist unklar, ob Burnhams Aussagen eine offizielle Position der britischen Regierung oder zunächst lediglich eine grundsätzliche Bereitschaft zur Prüfung entsprechender Vorschläge darstellen.
Das Brexit-Referendum liegt nach den vorliegenden Angaben inzwischen etwa ein Jahrzehnt zurück. Die nun angedeutete Offenheit für eine mögliche Rückkehr markiert damit zumindest eine veränderte Gesprächslage innerhalb der Labour-Partei. Weitere Einzelheiten zu Zeitplan, Voraussetzungen oder möglichen Verhandlungen wurden nicht genannt.
Über die Aussagen berichtete zuerst POLITICO Europe.
Kurz zusammengefasst
- Premierminister Burnham erwägt, einen Vorstoß zur erneuten Annäherung Großbritanniens an die EU zu prüfen
- Burnhams Aussagen stoßen in der Labour-Partei rund zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum eine Debatte an
- Eine formelle Entscheidung über einen EU-Wiederaufnahmeantrag oder konkrete Schritte liegt bislang nicht vor
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