In der indischen Stadt Ujjain im Bundesstaat Madhya Pradesh haben sich die Spannungen zwischen Hindus und Muslimen wegen eines teilweisen Abrisses der Shahi-Moschee verschärft. Muslimische Anwohner beteiligten sich nach vorliegenden Informationen selbst daran, Teile des Gebäudes abzutragen. Sie wollten damit offenbar einem vollständigen Abriss zuvorkommen, den sie befürchteten.
Der Vorgang steht im Zusammenhang mit einer hinduistischen Pilgerreise in der Stadt. Genauere Angaben zu Anlass, Umfang und zeitlichem Ablauf der Arbeiten liegen bislang nicht vor. Unklar ist auch, welche Teile der Moschee betroffen sind und unter welchen konkreten Umständen der Teilabriss erfolgte.
Ujjain ist der Ort, an dem die aktuellen religiösen Spannungen sichtbar werden. Die vorliegenden Informationen deuten darauf hin, dass die muslimische Gemeinde angesichts der befürchteten vollständigen Beseitigung des Gotteshauses selbst tätig wurde. Ob es dabei zu weiteren Zwischenfällen kam oder wie die örtlichen Behörden auf die Situation reagierten, ist nicht bekannt.
Der Fall zeigt die angespannte Lage rund um religiöse Orte im Umfeld großer Pilgerveranstaltungen. Belastbare Angaben zu möglichen Entscheidungen über die weitere Nutzung oder den Erhalt der Shahi-Moschee liegen bislang nicht vor. Auch eine Einordnung durch Vertreter der betroffenen Religionsgemeinschaften ist in den verfügbaren Informationen nicht enthalten.
Über die angespannte Situation in Ujjain berichtete zuerst Al Jazeera English.
Kurz zusammengefasst
- In Ujjain verschärften sich Spannungen zwischen Hindus und Muslimen nach dem teilweisen Abriss der Shahi-Moschee
- Muslimische Anwohner trugen offenbar selbst Teile ab, um einem befürchteten vollständigen Abriss zuvorzukommen
- Der Vorgang steht im Zusammenhang mit einer hinduistischen Pilgerreise; Details und Reaktionen der Behörden sind unklar
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