Die russischen Filialen des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro sind Anfang dieser Woche unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt worden. Damit übernimmt der Kreml vorübergehend die Kontrolle über die Aktivitäten des deutschen Unternehmens in Russland. Genauere Angaben zu den betroffenen Standorten oder zu den konkreten Folgen der Maßnahme liegen bislang nicht vor.
Die Entscheidung betrifft nach den vorliegenden Informationen die russischen Einheiten von Metro. Der Handelskonzern mit Sitz in Düsseldorf ist damit ein weiteres ausländisches Unternehmen, dessen Geschäfte in Russland von einem staatlichen Eingriff betroffen sind. Welche Auswirkungen die Zwangsverwaltung auf den laufenden Betrieb, die Beschäftigten oder die Eigentumsverhältnisse haben könnte, ist derzeit nicht bekannt.
Die Maßnahme könnte zudem über den Fall Metro hinausweisen. Es wird damit gerechnet, dass möglicherweise auch weitere ausländische Unternehmen in Russland unter eine vergleichbare Verwaltung gestellt werden. Konkrete Namen oder einen Zeitplan gibt es dafür bislang nicht.
Offen ist außerdem, wie lange die Zwangsverwaltung bestehen bleiben soll und welche rechtlichen Schritte daraus folgen. Belastbare Informationen zu diesen Fragen liegen derzeit nicht vor. Der Vorgang zeigt jedoch, dass ausländische Unternehmen in Russland weiterhin mit direkten Eingriffen in ihre dortigen Geschäftsstrukturen rechnen müssen.
Über die Einsetzung der Zwangsverwaltung berichtete zuerst t-online.
Kurz zusammengefasst
- Russische Metro-Filialen stehen seit Anfang der Woche unter staatlicher Zwangsverwaltung
- Der Kreml übernimmt damit vorübergehend die Kontrolle über Metros Aktivitäten in Russland
- Folgen für Betrieb, Beschäftigte und Eigentum sowie Dauer und Rechtsfolgen sind bislang offen
Kommentare (0)